Ausgabe 
6.10.1804
 
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Ser Erde insbe sondere. Don den kleinen Gewässern d e r. E r d e.

(Verfolg.)

Oft wird der Bvben der Flüsse durch (jähe) Senkungen unterbrochen, daher die grösern und kleinern Wasserfälle ent­stehen. Bei grofen Wasserfallen zeigt sich ein beständiger Nebel, ber oft bis an Die Wolken steigt, und worin neu sich, wenn die Sonne scheint, Regenbogen zei­gen. So hat der Rhein einen Fall bei Schafhausen, und einen andern ber Lau­fenburg in der Schweiz. In Amerika findet man die grösten Wasserfälle, un­ter denen der Fall des Flusses Bogacas der gröste ist.

Sümpfe heißt man grössere oder klei­nere mit Wasser angefüllte Höhlungen, die keinen sichtbaren Abstuß haben. Sie bekommen meistens ihr Wasser vom Re­gen, Schnee, oder Ueberschwemmungen. Es giebt aber auch dergleichen stehende Wasser, die eine ansehnliche Gröse haben, rund in welche sich grose Flüsse erg esen, ohne daß dadurch ihre Wasserhöhe zn- nimmt. Unter diesen ist das Easpische Meer am merkwürdigsten. Es fallen in dasselbe grose Flüsse: die Wolga und meh­rere andere. Um nun zu erklären) wo diese grose Menge Wasser, die täglich in dieses Meer hineinfallt, Regen undSchnee rnitgerechnet, bleibe, nehmen einige eine Gerne »schäft desselben mit dem schwarzen Meere, und andre mit dein Persischen Meerbusen an; denn es ist nicht wohl glaublich, daß das Wasser bloö durch die Ausdünstung weggehen solle.

Wassersammlungen, die einen sicht- baren Abfluß haben, werden Seen ge­nannt. Man findet grösere und kleinere

auf dem Troknen der Erdkugel überall vertheilt. Einige, wie der Genfersee, andern im Jahre ihre Höhe um ein an­sehnliches , welches ohne Zweifel von meh- rern Ursachen, als der Schneeschmelzung auf den umliegenden Bergen, veränder­lichen Wetter, Menge des Zuflusses u.f, w. herrührt. Einige troknen zu gewissen Jahrszeiten gänzlich aus, wie der Zirk- nizersee im Herzogthum Krain, dessen Boden alsdann gutes Heu giebt, der aber nach einiger Zeit pldzlich und in 18 bis 20 Stunden sein Wasser wieder be­kömmt. Verbindungen der Ceen^ mit unterirdischen Höhlen können auch durch die daraus mit mehr oder minder Heftig­keit ausbrechenden Winde verursachen, daß einige Seen toben und ungestümm sind, wenn gleich der Luftireiö stille ist. Manches Seewasser scheinet ganz rein und durchsichtig zu seyn; manches hat eine versteinernde Kraft, und einige Seen, z. B. das schwarze Meer, haben salziges Wasser. , ,

(Der Verfolg künftig.)

Bekanntmachungen.

i) Auf Montag den 2^ten October d. I. Vormittags um 9 Uhr wird das Gul des Flaneuklosters Nazaret zu Stör­mede unweit Geseke im Herzogthum West­phalen gelegen, und bestehend in ungefähr

6Morgen Garten

310 951 Ackerland

45M. Wiesen und Weiden, , nebst Wohnung und Oekonomicgcbäuden u ter annehmlichen Bedingungen auf mehrere Jahren dem Meistbietenden S. K. verpachtet weiden.

Störmede am 2iten Sept. 1804. Von Commlssionswegen.

.DzX Iquen,

2) Montags den iztenOelober des Morgens jo, Uhr soll dahier auf dem

Rath-