Ausgabe 
3.3.1804
 
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2) In einem stillen Haus, an der schönsten Lage der Stadt, können drei menbllrte Zimmer und eine grose Kam­mer, auf Ostern vermiethet werden, ganz oder zertheilt, und ist bey Ausgeber die­ses. das Weitere zu erfragen.

3) In Nro. 331. ist ein Logis, be­stehend aus drei Stuben, mit oder ohne Meubles, r Küche, r Kammer, l Stall für 24 Pferde, 1 Chaisen - und Holz- re mise, und t Boden , um die Fvurage aufzubewahren, zu vermiethen.

4) Auf dem Selzersweg find zwei Stuben, zwei Kammern, eine Küche und ein Thell vom Keller, nebst Holzplatz, in der Sonne zu vermtethen.

5) Zwei Stuben, zwei Kammern ein gewölbter Keller, und zwei Holz­schoppen, sind auf dem Neuenweg bei Schuhmachermeister Hornberger zu ver- mierhen.

6) M 0 n t a g s den 5ten Marz werde «chals Brigade-Bote von hiernach Westphalen zu der Lanbgräflich Hessen- Darmstädtischen Brigade abgehen.

Reitz,

ehmals Musketier bei dem 2ten Bataillon löbl. Regiments Landgraf.

Nachricht

*n Vas Publikum, von Pferdehaar- neu Sohlen, welche für die Ge­sundheit der Menschen sehr dien­lich sind.

Unser Mitbürger, Heinrich Gott­fried Louis, dessen, in Absicht, seines Kunstfleisses, die hiesige Real-Zeitung ( Nr. 53. ) bereits mit gebührendem Lobe gedacht hat, machte sich schon früher «m die Bewohner der hiesigen Gegend

verdient durch eine andere Erfindung, welche zwar nicht ganz neu, aber durch die dahev angebrachten Verbesserungen so vervollkommnet ist, daß sie für neu gelten kann. Es sind nämlich Sohlen von pferdehaarnen crepe, die man in Schuhe oder Stiefeln legt, welche aber nicht, wie anderwärts, auf Wachstuch gezogen sind, sondern aus einem so dich­ten Gewebe bestehen , daß man sie schma­ler oder kürzer schneiden kann , wie es die Größe und Form des Fußes federt, ohne daß die crepe aufgeht und in ihrem Zu­sammenhänge leider. Für Personen, welche es verlangen, können diese pfer­dehaarnen Sohlen mit einer feinen Lage crepe aus Menschenhaaren bedeckt wer­den, wodurch die Warme der Füße noch mehr unterhalten, das Naßwerden der­selben gänzlich verhütet und das sanfte Gefühl im Gehen noch erhöhet wird. Viele, welche Jahre lang an Ohren- Saussen, rheumatischen Augenbeschwer­den, Kopf- und Zahnweh rc. litten, wur­den bloß durch das Tragen solcher Soh­len frey davon. Ueberdieß schützen sie den Fuß, das Pflaster einer Stadt mag noch so schlecht seyn. Ich glaube daher dem Publikum einen wahren Dienst zu thun, wenn ich die in meiner Praxis öf­ters bemerkten Vortheile dieses Klei­dungsstückes öffentlich bekannt mache.

Erlangen, den y. Febr. 1803.

Dr. Fr. Wendt, Geheimer Hofrath und Professor der Medicin.

i Paar ordinäre dieser Sohlen 52fr.

1 Paar mit crepe 1 fl. 4 fr.

find zu haben bei I. I. Schmid dahier.

Gottesdienst am 4. März.

In der St. Pancratiuskirche. Mor­gens Herr Professor Palmer. Nachmit­tags Herr Superintend. Müller.

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