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Von natürlichen und künstlichen Ver- ibesserungs-Mrrreln der Wiesen.
( Verfolg )
Neben den angeführten Beförderungsmitteln der Fruchtbarkeit gtebt es auch einige Erdarren, die als ein guter Dünger anaewendet werden, unter welchen dem Mergel unstreitig der Vorzug gebühret, weil er dem Unkraure eben so sehr widerstehet, als er das Wacysthnm der guten Pflanzen befördert. Eine vorzüglich gute Wirkung thut er auf den Feldern in Auiehung der Wucherblume, rvelche er vertilget , und auf den Wiesen zeiget er nicht minder seine düngende Kraft. Schade, daß man ihn nicht aller. Orten haben kann.
Bei Düngung der Wiesen ist ihnen sehr zuträglich, wenn man nur den verschiedenen Düngarten adwechselr. Bey denen aber, die an Bergen liegen, ist es gerathen, den höhern Theil derselben starker zu düngen, als den niedrigen, weil bei starkem Regen ein Theil der Safte des Düngcrs von bem herabflie- fenbeti Wasser mit fortgespüler wird, ehe er noch seine Kraft hat äusser« können. Wem also daran gelegen ist, daß daö vbere Revier seiner Wiese von eben so gutem Ertrage seyn soll, als das untere, der muß jenes auch besser verpflegen.
Indem man nun dafür sorget, daß eine Wiese in gutem Stande erhalten werde, muß man auch verhüten, daß rricht neue Wege über sie gemacht werden , wenn etwa ein gewöhnlicher Weg in der Nähe vorbei gehet. Das Au streiken der Warnungsrurhen , die mit einem Strohwisch versehen sind, ist nicht hinreichend. Vesser ist es, wenn man starkes Gesträuch von zackigten Feldrosendäschen, von Weiß- Und Schwarzdorn an den Ort deS Anlaufes legt, und mit in die Erde geschlagenen Pfählen befestiget; -der daß man einen a dis z Fuß
breiten Graben macht, so daß der Wall einwärts an die Seite der Wiese zu liegen komme.
Ist der Hausvater nunseiner Wiese wegen von auffen her gesichert, so muß er auch auf Vie innere Erhaltung und Verpflegung derselben bedacht sevn. Dahm gehöret nun äusser der Düngung, davon schon gehandelt worden, das Aus- ftreuen der Maulwnrfshaufen. Der kürzeste Weg sich Der|t’Iben zu erledigen ist, daß im Anfänge des Frühlings em Ar, beiter nut einer eisernen Schaufel einen jeden solchen Haufen absticht, und das Avgestochene umherwirft. Geschtehet solches im Frühlinge, so können dergleichen Haufen nicht mit Gras bewachsen, sondern sie sind von dem letzten Froste noch locker, und dann ist ihre Wegschaffung eben keine beschwerliche Arbeit.
( Fortsezzung folgt.)
Bekanntmachungen.
I) Seremdimiis haben bekanntlich gnädig ft geruhet , rnicv von hier nach Arnsberg zu versezzen , und ich habe mich daher en-schlossen , mein all hier in den Neuenbauen gelegenes Wohnhaus nebst Neben - Gebäuden und einem darzu gehörigen Gärtchen, sodann meinen vor'm Neuweger Thor dem Buschifchen Garten gegenüber gelegenen Garten, von vhn-. gefehr -/r Morgen, an den Meistbietenden zu verkauffen. Ich habe hierzu Termin auf Montag den atzten dieses, les Nachmittags nm 2 Uhr anberanmt und können diejenige, welche zu obigem HauS und Zugehör, wie auch Garten, Lüsten tragen, sich alsdann in meinem HauS emsinden und mitbieten.
Die nähere Bedingungen können täglich in meinem HauS in Erfahrung gebracht werden.
Gießen, den ylenNov. 1803.
Leuß! er.
») Nach-


