Ausgabe 
12.2.1803
 
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Einige Denkwürdigkeiten des i8ten Jahrhunderts, die nicht vergessen zu werden verdienen.

(Verfolg.)

1796. In England giebt es mehrere Grafschaften , wo die Kühe eine eigne Art von Geschwüren am Euter bekom­men. Wer sie alsdann melkt, bekommt ander Hand Geschwüre, die man Kuh­pocken nennt, und nach langen Erfah­rungen bekommt ein solcher Mensch un­sere Blattern nicht. I). Edward Jen­ner wird dadurch veranlaßt, diese Kuh­pocken Menschen einzuimpfen, und sie da­durch gegen unsere Blattern zu sichern. Den Zten Jun. in der Nacht um zwei Uhr verlassen die hier liegenden kaiserl. Truppen die Stadt in aller Stille. Bald darauf rückten zum erstenmal Franzosen unter dem Genera! JVlortier ein. Des Mittags langt der Generalftaab des Generals Lefebre an, kurz darauf kommt dieser selbst nebst den Generälen Leval, SoultundRichepance. LieutenantYven bleibt mit einer kleinen Garnison als Commandaut hier. Die Franzosen rü­cken gegen Friedberg vor. Den loten beschießt Jourdan Frankfurt. Die Fran­zosen blieben hier bis Sonntags den i iten Sept., wo kaiserl. Husaren und Uhla- uen, Giessen um 2Uhr Nachmittags durch einen coup de main weguehmeu. General Ney laßt die Stadt ans einer Kanone und drei Haubitzen, die bei der Pulvermühle standen , eine halbe Stunde lang beschiessen. Aber Obrist von Gör- ger von Berchini Husaren schickt den Oberlieutenant Debal von Veczai Hu­

saren zum General Ney, der zum Ve­sten der Stadt einen Waffenstillstand mit ihm abschließt. Ein Stall ward nieder- gebrannt, 82 Gebäude mehr oder weni­ger bejchädigt, aber kein Mensch weder getobter noch verwundet worden. DeS Abends traf kaiserl. Infanterie ein, die das diesseitige Lat)nufer nebst der Brücke und die Führt bei Badenburg besetzten. Die Franzosen ok.kupirten die feste Posi­tion auf der Haard. Ihr rechter Flügel lehnte sich an Heuchelheim , der linke zog sich gegen Vezberg, Gleiberg, nach Launsbach zu. Den J2ten kamen dis Kaiserlichen mit größerer Macht, die sich zulezt auf 17,000 Mann, die Franzosen aber auf 15,000beliefen. Freitags den i6ten naher» sich beide EorpS des Mor­gens um 6 Uhr bei dichtem Nebel einan­der. General Rrny kommandirte das Centrum, Oelsnitz den rechten, Prinz Lichtenstein den linken Flügel. Gegen 9 Uhr fielen wieder einige franz. Hau- bitzgranaden ^aus einer unglaublichen xWeite in die Stadt, zündeten in einem Hause, und beschädigten mehrere andere. Gegen io Uhr verwandelte sich das Tref­fen in eine gegenseitige Kanonade, und hielt bis tief in die Nacht an. Beide Theike zogen sich in ihre erste Position zurück Der 1710 war ganz ruhig. Aber Erzherzog Carl hatte die Franzosen bei Limburg geschlagen, und dies bestimmte die Franzosen den i7ten gegen 12 Uhr in der Nacht, iu aller Stille ihren Rück­zug anzutreten. Die Deutschen zogen ihnen bei Anbruch des Tages nach. Den 10. Mai entscheidendes Tressen bei Lodi. Den 21. August Schlacht bei

Tei-

Das Sanitätscvllegium des Seewesens in London, ließ igoi. ihm zu Eh­ren eine goldene Medaille prägen, und sie ihm durch eine feierliche Proces- sion, an deren Spitze sich die angesehensten Aerzte befanden, an welche sich 200Chirurgen anschlossen, überreichen. 1802, bewilligte ihm das Parlament eine Prämie von 5000, Pf. Ster!.