Ausgabe 
9.4.1803
 
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) 58 C

Elnrge Denkwürdigkeiten des i8ten Jahrhunderts, die nicht vergessen zu werden verdienen.

(Verfolg.)

T799* Die Kuhpocken werden kn Deutschland im Hannövrischen zuerst Menschen eiugeimpft. Reinhold For­ster , Prof. iti Halle, stixbt. Falk setzt ,hm m fernem Taschenbuch auf ir0o folgendes schöne Denkmal:

Wanderer.

Grab! wen beherbergst du?

Grab.

Den gewaltigen Reisegefährten Looks, den ein Unglückssturm einst nach Dwyhe geführt.

Wanderer.

Herrlicher! du, dem zu eng vier geräu» - . mige Welttheile schienen,

Bergen vier Bretter dich nun ewig in finsterer Gruft?

- Grab.

Klage nicht! Sieh es beschisst nun des

stillen Dceanö Straße, Ruhiger Heimat zusteuernd, der Dulder aufs Neu.

Dieses Haus hier verschließt sein lästi- ges Reisegeräthe.

Wandrer! wünsche dem Greis' eine ge­ruhige Fahrt.

Im August dieses Jabres ward zum erstenmal der Groß-Glöckner, an den GrenzenKarnthenö, Salzburgsund Ty- rols, erstiegen. Der Fürstbischoff von Gurk veranstaltete dieje mit vielen Ge­fahren und Mühseligkeiten verbundene Reise, und machte sie selbst mit. Er hat auch durch Erbauung einer Hütte, auf dem entdeckten einzig möglichen Weg, Andern die Reise erleichtert. Das wohl- tzefchriebene Tagebuch dieser Reise findet rnan in : Molls Jahrbüchern der Berg - Und Hüttenkunde. IV. B. II. Lieferung. Salzburg igoo. ©u ist aber auch beson­

ders gedruckt und für i2Ggr. zu haben. Sie .chätzen die Höhe dieses Berges auf 210^ Klaftern, nach dem Barometerstand.

Der regierende Grafvon Stollberq- ^6ktvde, laßt auf dem Brocken, ein für Reisende bequem eingerichtetes, und für diese hohe Region sehr gut ausae- dachtes Gasthaus erbauen.

Wer den Harz und diesen merkwür­digen Berg bereisen will, findet Anwei­sung dazu m folgenden Schrifteu: Gat- terers Anleitung den Harz mit Nutzen zu bereisen. Nürnberg, ^Theile. Geo­graphisch - naturhistorische Beschreibung des Harzgebirges. Leipzig 1800. Schrö, Vers Abhandlung von Brocken. Dessau 1795«

(Fortsezznng folgt.)

x Bekanntmachungen.

1) Dienstags beit i2ten April Mor- gerrs io Uhr sollen auf dahiesigem Rath­haus, nachstehende von dem verstorbe­nen -Thurnmann Fischer, hinterlassene Feldgüter, als

i M. z6R. n Sch. Acker links dem

Stelnkaurer Weg, au Konrad Si- 1 mon,

3/4 M. 6 Nut. 14 Sch. Acker an der Marburger Straß, an Johann Jost Simon,

1/2 M. 10R. 12 Sch. Acker am Wisse» cker Weg, neben Hrn. Philipp Busch, TT

11/2 M. 6 R. Garten Hinterm Watt- brunn, an Hrn. Rathsschöff Frech, 3/4M.35R. 9 Sch. Wiese am Wezla-

Kemp/g, nebeU Postmeister 3°<?r %Ven ßm Hamm, an

Job. Philipp Müller,

1/4 M. 2i R. 8 Sch. Wiese auf der

Steffans Mark, an Johannes Seipp, öffentlich an den Meistbietenden gegen Zielzahlung verstrichen werden, so hier­

durch