Ausgabe 
3.12.1803
 
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Von natürlichen und künstlichen vere besscrungs-Mitteln der Wiesen.

( Verfolg.)

Drohet aber nur ein Bach mit Über­schwemmung , so erweitert oder vertieft man solchen und gebraucht zur Schadlos­haltung den Schlamm auf seine Wiese.

Wenn sich Regenwasser in den nie- ldrigen Wiesen sammlet und stehen bleibt, welches den Wachslhum des Graseo hin­dert, da sucht man den Zufluß des Was­sers zu hindern, oder das Wasser abzu- jeiteii, wenn der Boden an einer Se:te niedriger seyn sollte, als die Wiese selbst ist, welches durch einen kleinen Graben bewerkstelliget werden kann. Wo aber beides nicht ist, da muß man in Geduld warten, bis solches einirocknet oder aus- dünstet.

Am Fuße eines hohen Berges ent­stehen bei heftigen Regengüssen von dem herabströmenden Wasser zuweilen schnell fliesende Bache, Waldströme, die tief in den Grund einreiffen, und einer daselbst riegenden 2Liese erheblichen Schaden zu­fügen können. Diesem vorzubeugen, weiß der Verfasser kein anderes Mittel, als daß man an der oder« Seite der Wiese in einem trockenen Frühlinge oder Herbste einen Graben ziehe, und die da heraushegehobene Erde einwärts der Wiese zu einem Walle aufhäufe. An der Seite, wo dieser Graben einen Hang hat, mache man wiederum m einem rechten Winkel nnt ihm einen kleinern Graben an der Wiese herunter, und weise aufsolcheArt dem herabstürzenden Strome seine Rich­tung an, damit er nicht von selbst einen Weg nehme, der uns höchst ungelegen seyn dürfte.

(Fortsezzung folgt.)

Bekanntmachung en.

i) Auf Montag als den 2Mi Jen­ner 1804. Vormittags um y. Ubr werden in der Canome Ewig nächst der Sradt Atten­dorn im Bilsteiner Quartier deö.Herzog- thums Westphalen gelegen , nachde- nielote Güter entweder jedes besonders oder zusammen unter annehmlichen bei der Verpfachrung bekannt zu machenden Bedingniffeu auf mehrere Jahren an den Meistdietendeu verpfachrer

1) Das zur Canonie Ewig gehörige Hof- und Ltüchengut besteht

a) in circa rzo. Morgen des besten Ackerlands,

b) an Wiesen zu circa 70. Fuder Heu,

c) an Fettweiden zu circa 50. Siück Rmdviehe.

2) Der Hof Eisternvl, welcher nicht fern davon abgelegen, besteht

a) in 90. Morgen guten Ackerlands, b) an Wiesen zu 30 Fuder Heu, c) an vo» zügiict) guter FctrivkidS für Sc>. Slück Rindviehe.

Beide Güter sind mit den erforderlichen Gebäuden , Wohnung , Stallungen, Scheunen, -Brauhaus rc. in gehöriger' Geräumigkeit und Bequemlichkeit ver­sehen.

Wegen vorheriger Besichtigung der Güter naben sich die Pachtliebhaber an den dasigen Fürst!. Rentmeister zu wen­den. Zugleich irirD bekannt gemacht, daß die folgenden Tage gleich darauf das samt.ich vorhandene K osterinvenkar an Suber, Porzelain, Bettung, Tisch, Stülen, Zinn, Leinwand, Uhren und sonstigen Haus - und Küchengeräthschaf- ten; 8-Tage hernach aber als den yte» Jenner und folgende Tagen das Viehe, wie auch das Fuhr- und Ackergerathe und vorräthige Fütterung an den Meist- hikkcnden versteigert werden wird. A»r

Siehe