Ausgabe 
2.7.1803
 
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3) In L'ch stehen bei dem Hofschmid Ludwig drei viersttzjqe, ganz bedeckte, in völlig brauchbarem Stand sich befindende <ibdnen, worunter ein beinahe ganz neuer mir gelbem Plüsch inwendig be­schlagener Staatswagen sich befindet, 'vdann em zweisitziger halbbedeckrer, mit rorhem Plüsch inwendig beschlagener Phaidon, billigen Preises zu verkaufen. Liebhaber wenden sich unmittelbar an obengenannten»

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Anzeige eines Wand^Gartenkalenbers. hAS bo gut ein fleissiger Gartenbesitzer as^ Meiste uu Kopf haben wird, was n, dieiem Gartenkalender, den man zu gro>cr Begliemlichkeit au ieder Seiten- waiid anschlagen kann, erinnert wird, u ULfrH® n?,rtl c6 doch einem Jeden seyn, »hn besonders vom Februar bis in den ^ctober vor Augen zu haben. Man vergißt sonst nur gar zu leicht, dieses oder lenes^zu besorgen, und dann har Mari den Schaden, daß man das ver­gessene Gewächs in diesem Jahr eutbeh- ren muß, oder doch nicht zur rechten ^eir haben kann. Dieser jeder Haus- yaltung in der Stadt und auf dem Lande Zu empfehlende Gartenkalender, der un> ? m,rbJ^n H"'" Professor Walther Zum Verfasser hat, ist bei Ausgebern dieses a 4 Kreuzer zu haben.

Eine recht gute Tabaks, Beitze zu machen , so haltbar in der pfeife, gut brennt, und vom besten Ge­ruch und Geschmack ist.

' nimmt Äuasqerillenwurzek für 4 5 fr., Salpeter, oder Vesser 8sl al- moniacnm ? oder Salmiak für 4- 5 kr. starke Gre>fhLnke vo« gut Küchcnsalz,

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4 Griffe mit 4 Fingern guten Thepaur, Lukretiensaft für 4 5 kr , vom besten Sternanis für 4 5 tr< gequetsä)r, ei­ne»' halben Schoppen des besten Wein- essias, euren Schoppen gut Bier, vier gro>e Stücke feinen weissen Jucker, 4 starke Griffhaude voll zeitige frische Wach­holderbeeren, gequetscht.

Diese Stücke werden zusammen in einen grosen neuen Topf getban, und mit 2 Maas reinen frischen Wasser an- gefüllt. Hieraufalles wohl gekocht, und dann recht warm die Beize über den fein geschnittenen, vorher recht trocken ge­wordenen Tabak hergesprengt, und wohl durcheinander gemengt. Sodann drü­cket man ihn recht fest in einen grosen Topf, uud laßt ihn so eine Nacht über stehen, damit er recht durch- und anziebt. Den folgenden Tag aber muß er NB. fecht vorsichtig , damit er nicht verbrennt, in einem grosen eisernen Tiegel mit ei­nem hölzernen Kochlöffel wohl umge- ruhrt, gerostet, und recht trocken gemacht werden. Wenn dieses alles sorgfältig beobachtet worden, so wird er im Keller etliche ^age auf Bretter ausgebreitet, damit er die zum Einpacken erforderliche Feuchtigkeit wieder bekommen möge.

Weit besser aber ist es, wenn man vorher erst die Blätter (damit das Gru­sige herauskommt,) ein wenig kocht, dann fein schneidet, wobl trocknet, und hierauf erst die wohlgekochte und durch- gesejhte Beize warm über den geschnitte­nen vorher recht trocken gewordenen Ta­bak hersprengt, recht durcheinander mengt, fest eingedrückt in einen grosen Topf thul, darinnen 2 Tage über stehen laßt, und dann so trocknet, daß man «hn gerade einpacken-kann. Zu dieser Beize kann man ro12 Pfund fein ge­schnittenen , vorher recht trocken gewor- dttren ^abgk nehmen,

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