3) In L'ch stehen bei dem Hofschmid Ludwig drei viersttzjqe, ganz bedeckte, in völlig brauchbarem Stand sich befindende <ibdnen, worunter ein beinahe ganz neuer mir gelbem Plüsch inwendig beschlagener Staatswagen sich befindet, 'vdann em zweisitziger halbbedeckrer, mit rorhem Plüsch inwendig beschlagener Phaidon, billigen Preises zu verkaufen. Liebhaber wenden sich unmittelbar an obengenannten»
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Anzeige eines Wand^Gartenkalenbers. hAS bo gut ein fleissiger Gartenbesitzer as^ Meiste uu Kopf haben wird, was n, dieiem Gartenkalender, den man zu gro>cr Begliemlichkeit au ieder Seiten- waiid anschlagen kann, erinnert wird, •u ULfrH® n?,rtl c6 doch einem Jeden seyn, »hn besonders vom Februar bis in den ^ctober vor Augen zu haben. Man vergißt sonst nur gar zu leicht, dieses oder lenes^zu besorgen, und dann har Mari den Schaden, daß man das vergessene Gewächs in diesem Jahr eutbeh- ren muß, oder doch nicht zur rechten ^eir haben kann. Dieser jeder Haus- yaltung in der Stadt und auf dem Lande Zu empfehlende Gartenkalender, der un> ■?“ m,rbJ^n H"'" Professor Walther Zum Verfasser hat, ist bei Ausgebern dieses a 4 Kreuzer zu haben.
Eine recht gute Tabaks, Beitze zu machen , so haltbar in der pfeife, gut brennt, und vom besten Geruch und Geschmack ist.
' nimmt Äuasqerillenwurzek für 4 — 5 fr., Salpeter, oder Vesser 8sl al- moniacnm ? oder Salmiak für 4- 5 kr. starke Gre>fhLnke vo« gut Küchcnsalz,
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4 Griffe mit 4 Fingern guten Thepaur, Lukretiensaft für 4— 5 kr , vom besten Sternanis für 4 — 5 tr< gequetsä)r, eine»' halben Schoppen des besten Wein- essias, euren Schoppen gut Bier, vier gro>e Stücke feinen weissen Jucker, 4 starke Griffhaude voll zeitige frische Wachholderbeeren, gequetscht.
Diese Stücke werden zusammen in einen grosen neuen Topf getban, und mit 2 Maas reinen frischen Wasser an- gefüllt. Hieraufalles wohl gekocht, und dann recht warm die Beize über den fein geschnittenen, vorher recht trocken gewordenen Tabak hergesprengt, und wohl durcheinander gemengt. Sodann drücket man ihn recht fest in einen grosen Topf, uud laßt ihn so eine Nacht über stehen, damit er recht durch- und anziebt. Den folgenden Tag aber muß er NB. fecht vorsichtig , damit er nicht verbrennt, in einem grosen eisernen Tiegel mit einem hölzernen Kochlöffel wohl umge- ruhrt, gerostet, und recht trocken gemacht werden. Wenn dieses alles sorgfältig beobachtet worden, so wird er im Keller etliche ^age auf Bretter ausgebreitet, damit er die zum Einpacken erforderliche Feuchtigkeit wieder bekommen möge.
Weit besser aber ist es, wenn man vorher erst die Blätter (damit das Grusige herauskommt,) ein wenig kocht, dann fein schneidet, wobl trocknet, und hierauf erst die wohlgekochte und durch- gesejhte Beize warm über den geschnittenen vorher recht trocken gewordenen Tabak hersprengt, recht durcheinander mengt, fest eingedrückt in einen grosen Topf thul, darinnen 2 Tage über stehen laßt, und dann so trocknet, daß man «hn gerade einpacken-kann. Zu dieser Beize kann man ro—12 Pfund fein geschnittenen , vorher recht trocken gewor- dttren ^abgk nehmen,
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