Ausgabe 
27.11.1802
 
Einzelbild herunterladen

** ) 188 (

Bekanntmachungen.

i) Der ehemals dahier gestandene, Und vor vielen Jahren verstorbene Pro- feffor medicinae Dr. Johann Melchior Verdries, hat durch eine unterm 24t cti Julii 1736. errichtet gehabte lezte Wil­lensverordnung den grösten Thei! seiner in dahiesiger Stadt-Gemarkung beses­sene Güterftücker seinem Bruder, Johann Ludwig Verdries, bergeftaltt« vermacht gehabt, daß davon nichts verausert wer­den , und die Güter jederzeit bey der Fa- rnilie verbleiben sollen. In Gemasheit dieser Disposition sind auch die in Frage stehende Güter bishero bey der Verdrie- sischen Familie vhnveräusert geblieben, und leztlich von dem in nachstabgewi- cheuen Jahr dahier verstorbenen Kramer Christoph Melchior Verdries besessen wor­den. Weil inzwischen dieser keine Kin­der hinterlassen, und mit ihm der Ver- driesische MannSstantM gänzlich ausge- storben, so haben dessen Testaments-Er­ben unter der Vorstellung, daß diesem- nach auch das obgedachte Verdriesische Fideicommiß. erkoschetr seye, um die Er­laubnis, die zu solchem gehörig gewe­sene Güter öffentlich versteigern zu dör- fen, angeftanden, und zugleich gebeten, zu Vermeidung künftiger Anstande um: Beseitigung derei-nstiger Ansprüche edi- Äales zu erlassen.

Da nun denselben hierunter zu.will- fahren kein Anstand gefunden worden, so werden alle und jede, welche ex qno- ctuique capite einen Anspruch auf die zu dem Dr. Johann Melchior Verdriesi- schen Fideicommiß gehörig gewesene Gü­ter einen rechtlichen Anspruch zu haben vermeinen, insbesondere aber die Ver­driesische weibliche Anvekwandten hier­durch öffentlich vorgeladen, und ange­wiesen , ihre etwaige Ansprüche, wenn sie damit auszulangen vermeinen, in­

nerhalb 6 Wochen a dato, au bey dähle- sigern Oberamr eiözubringen, unter der Verwarnung, daß nach deren Ablauf die, so sich nicht gemeldet, nicht weiter gehöret, und gänzlich ausgeschlossen wer­den, sondern ihnen ein ewiges Still­schweigen auferlegt werden wird. Gie­sen den iz. Nov. igo2.

******** Fürst!. Hess. Oberamt das.

2) Nachdenre dem Gerichtsschöff Busch zu Pohlgöus gestern Abend zwi­schen 6 und 7. Uhr ein Pferd, von Ge--Z' schlecht eine Stute, von Farbe ein Falk mit einem weissere Stern auf der Stirne, diebischer Weise entwendet worden; als werden alle Ortsobrigkeiten hiermit diensi- freundlichst ersucht,' auf den Thäter in» vigiliren, solchen int Betrettungsfatt ar- rekiren, und daS nötige an das Fürst!. Amr dahier gelangen zu lassen, auch soll der redlichen Anzeiger dieser schändlichen Thathandluug eiue-Carolin zum Geschenk- erlralteu. -Langgöns am 2Zten Novem« der i8q2. - - 1

Fürst!. Hessisches Amt das.

C.' © von Zangen.

3) M'k künftiger Woche nünmt der Winrer - Ccmrs V7Y dem Fürstlich Hessen-' Casselischen Postwagen seinen Anfang, Von Eassek tcmjuT nüp cher Postwagen Sonntags und Mittwochs in'der Nacht, und geht nach Frankfurt. Don ha kommt er Dienstags und Freylags Mittag, und geht nach -Cassel.

Giessen am r^enNov. 1802.

Fürst!. Hess. Darmst, Postamt.

4) Montags den 6ten December werde ich als Bote von hier nach West­phalen zu der Fürst!. Hess. Darmstadti- schen Brigade abgehen. Briefe und alle Arten Bestellungen werde ich mit der grö- steu