Ausgabe 
10.4.1802
 
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Rumfordische Suppen.

(Verfolg.)

17) Für je mehr Menschen nun ge­kocht wird, desto besser und nahrhafter wird die Suppe.

18) Kartoffelklöse verfertigt man so: Man nimmt geschälte halbgekochte Kar­toffeln, zerreibt sie auf einem Reibeisen sezt den roten Theil oder weniger Mehl Hinzu, mengt Salz, Pfefferte, etwas zerriebenes kaltes Rindfleisch oder gebra- itenes Brod darunter, mischt das Ganze in kochendem Wasser zur gehörigen Dicke, rmd macht Klöse von der Gröse eines Apfels daraus, rollt sie in Mehl, um das Eindringen des Wassers zu verhüten, ihut sie in kochendes Wasser, und kocht sie bis sie oben auf dem Wasser schwim- rnen.

19) Aus dem Mays, den die Ame» rikaner weit besser als wir zu benutzen verstehen, verfertigen sie verschiedene Puddinge, die zum Theil die Stelle des Drodes recht gut vcrtretteu.

Hnfty - pudding.

Man macht gesalzenes Wasser siedend, sobald cs anfäugr zu kochen, rührt man «ach und nach'Maysmehl ein, indem ruan immer ein wenig durch die Finger der linken Hand, langsam ius Wasser Haufen lüft, indessen man mit der rechten Hand rasch umrührt. Das Hinzurhun des übrigen Mehls erfordert wenigstens eine halbe Stunde Zeit, wahrend dessen die Mischung immer nm,gerührt und ko­chend erhalten wird. Bleibt nun ein Hineingestekter Löffel gerade darin stehen, so ist kein Mehl mehr nöthig. Die Ame­rikaner essen diesen Pudding auf verschie­dene Weise

a) mir heiser Milch;

b) mit einer Tunke aus Butter, Sy-

xup und einigen Tropfen Weinessig.

Sie machen in der Mitte eine Höh­lung mir dem Löffel, legen ein Stück Butter von der Gröse einer Mus. eatnuß hinein, und schütten darauf den Syrup, einen Löffel voll. Die Butter schmilzt und mischt sich mit dem Syrnp. Sie stechen mit Löf­feln die Bissen immer vom Rand ab, und tauchen die Bissen in die Tunke, c) Den Uiberrest schneiden sie in dünne

Scheiben, rösten sie und essen sie kalt oder warm mit Tunken, But­ter, Syrup, oder in warme Milch geweicht.

cl) Oder sie streichtn auf die Scheiben gekochten, fein geschnilteneu, kal­ten Weiskohl, etwas gekochtes kal­tes gehaktes Rindfleisch, und braten sie in Butter.

Ordinary Pudding.

Man rührt zPfund Maysmehl mite Maas kochendem Wasser in einer Schü^ sel fleiftg um, sezt 3/4 Pf. Syrup bei, welcher verhmdert, daß der Pudding nicht kle.sterrg wird, nebst -Lot Salz Dam» schüttet man diesen Teig in einen vorher m ()eifern Wasser getränkten Beutel, bin­det diesen fo zu, daß noch einiger leerer Raum bleibt, legt ihn in kochendes Was- ser, kocht ibn ohnunterbrochen 6 Stun- den lang, während man das dabei ver­dunstende Wasser, durch anderes kochen­des Wasser erfezt. Beim Herausnehmen ist dann der Pudding so bart, daß er ftlne Gestalt behalt, und sich in Schei­ben schneiden last. Man schneidet sie l^2 Zoll dick, legt sie aufeine Heise Schüs­sel , macht in die Mitte eine kleine Grube, und legt ein Stück frischer oder gefalze- ner^ Butter hinein, das ausgestochene Stückchen Pudding legt man aufdie But­ter, die dann bald schmilzt, woraufman sie wie bei no. b. austunkt.

( Fottsezzung folgt.)

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