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Höllen-Maschine,

Bei der vorgehabten Ermordung Buonaparte'sam25 Dec. 1800. beschrie­ben die öffentlichen Blätter den Faß- Karrn , der» zu der Ausführung bestimmt war, und nannnten ihn Höllen - Ma­schine. Dergleichen Maschinen sind je­doch keine neue Erfindung, und auch der Name ist schon alt. Eigentlich sind es mit Bomhen, Pulver, Earcassen rc. an- gefüllte Maschinen, welche man aufdem Wasser nach einem bestimmten Ziele schwimmen last, um Brücken, Hafen und Hafenwerke zu zerstören. Giam- delli, ein italienischer Ingenieur, hat die ersten zu Antwerpen 1585. gebaut, als die Stadt von Farnese Herzog zu Parma belagert wurde. Einige gingen unter, ehe sie anlangten. Zwei wurden an das Ufer getrieben, und verbrann­ten. Die eine schlug gegen 800 Men­schen tod , und verstümmelte viele Andere. Die vierte kam an die 2402 Fns lange Brücke, welche die Spanier über die Schelde geschlagen hatten , thar die gröste Wirkung, welche je eine Höllen­maschine gethan harte, richtet aber doch in der Hauptsache Nichts aus. Sie be­stunden aus platten, sehr fest gebauten Schiffen mit einem hohen Bord. Mitten durch den Boden des Schiffes lief eine I F. hohe und 5 F breite Mauer, welche vorne, hinten und auf beiden Seiten, höher in die Höhe geführt war, so daß mitten eine kubische Minenkammer, de­ren Seite Z Fus hielt, übrig blieb, die mit Pulver gefüllt, und Mühlsteinen und andern qrosen Steinen zugedeckt wurde, lieber Alles wurde ein zugefpiztes Dach aus schweren Steinen gemauert. Der Raum zwischen den Mauern, der Mine und dem Bord deö Schiffes wurde mit

zusammen gemauerten gehauenen Stei­nen , und damit vermittelst eisernen Klam­mern verbundenen Balken ausgefüllt. Ganz oben war das Schiff mir einem Boden von dicken Diehlen bedeckt, wor­auf ein Pflaster von Ziegelsteinen, und darauf ein Scheiterhaufen von gepichtem Holze lag, welcher angezünder wurde, damit die Belagerer glauben sollten, es sey nur ein zur Anzündung der Brücke bestimmter Brander. Zur Zündung der Mine bediente sich Giambclli, theils ei­nes darein geführten, wobl abgepaßken Lüntens, thcils eines Uhrwerks, wie die Wecker sind, welches zur verlangten Zeit Feuer schlug.

Als die Engländer und Hollander St. Malo belagerten, wurde eine ähn­liche Maschine verfertigt. Der unterste Raum des Schiffes wurde mit Sand ge­füllt , das unterste Verdek mit 200 Ctr. Pulver in Tonnen beladen, und mit ei­ner 2 Fus dicken Mauer überdeckt; daö zweite Verdek mit 6oc> Bomben und Car- cassen, und mit einer 2 Fus dicken Mauer überzogen. Im dritten Verdek lagen 50 Tonnen mit eisernen Reifen umge­ben , und mit allerlei Feuerwerk ausge­stopft. Ganz oben aus lagen geladene alte Kanonen und andres Geschoß Aber die Maschine gelangte nicht an den Ort ihrer Bestimmung, sprang, und schadete nicht den zehnten Theil dessen, was sie gekostet hatte In den Jahren 1694 uiib 1695 wurden noch mehrere dergleichen Maschinen von den Engländern vor fran­zösischen Häfen gebraucht, aber alle ohne Erfolg.

der Folge hat man mancherlei Verandrungen mit diesen Maschinen theils vorgenommen, theils vorgeschlg- gen. Allein sie sind sehr kostbar und mißlich, und wenn auch Alles gelingt,

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