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Anweisung, gutes Bier, das nicht bald sauer wird, zu brauen.
(Verfolg.)
Alsdann kömmt sie nicht wieder über das Malz, sondern diese gekochte Würze wird nun in die KühlboMge so geschwind, als möglich ist, gebracht. Die Pfanne darf aber nie, so lange Feuer darunter ist, ganz ausgeschöpst werden, weil sie sonst Schaden leidet. Hierauf laste rch aus dem Möschbouig abermals Würze ab und dringe sie in die Pfanne, koche fie eine halbe Stunde und gi-'ße sie als--, dann zu der erster» in die Kühlbonige. Ze flacher dre abzukühlende Würze stehet, um so besser ist es. Es ist deswegen gut, wenn ich drey Kühlbvttige habe Von der letzter« abgekochten Würze muß man einige Eymer in der Pfanne lassen, barmt darinne der Hopfen gemocht werden kann. Denn nun ist es nöthig, an das Hopfenkochen zu gehen. Ich muß aber vorher noch zwey Anmerkungen machen, die zwey wesentliche Fehler bey dem Brauen betreffen, und die noch nicht an allen Orten vermieden werden. Sie betreffen die Aick, wie man die üßTirje ab- rnöscht, und wie man das kochende Wasser ui das Malz bringt. Wir wollen von jenen zuerst reden.
ii) In vielen Brauhäusern hat der Möschbvttig nur einen Boden, auf de,- seu Grunde an der einen Seite em Loch rmk einem langen Zapfen befindlich ist. Auf diesen Boden wird nun vieles Stroh gelegt, auf dasselbe wieder kleine Bretter kreuzweise gebracht und mir Steinen defestlget. Es kann aber nicht fehlen, daß viele Unreinigkeit mit durchgehet. Der hauptsächlichste Fehler ist dieser, daß am diese Weise alles siedende Wasser oben auf das Malz muß gebracht werden.
Man muß nach der besten Braue- rey zwey Boden haben. Erstlich den gewöhnlichen, der bey allen hölzernen Gefäßen ist, und alsdann drev Zoll darüber einen mit befondern Löchern. Diesen muß ich genau beschreiben. In die Bretter, die denselben ausmaclien sollen, werden Löcher durch einen besonders dazu verfertiaken Bohrer gemacht, oder noch besser, durch ein dazu gemachtes Eisen gebrannt. Sie müssen unten nur wie eine Linse groß seyn ; oben aber, worauf das Malz liegt, sind sie so groß, wie eine Herzkirsche: Sie sind auch nur einen halben Schuh von einander: die Bretter werden genau an einander gesetzt, daß sie einen völlig neuen Boden ausmachen und können nach einem jedeir Gebräude auch leicht ans einander genommen werden: Sie ruhen auf dem untersten Boden des Möichbottigs auf viereckigten schmalen Hölzern, drey Zoll hoch, die auf dem untersten Boden des Boitigs angebracht find Oben gehet über alle diese durchlöcherten Bretter, die den zweyien Boden ausmachen, ein viereckigtes Stück Holz in die Quere, das die Befestigung auomacht. Diese Befestigung, die böchstnothwendig ist, ge- fchleker so : Es find über jedem Ende dieses Querholzes an dem Bottig zwen große eiserne Klammern geschlagen. Zwischen dem Querholz und jeder dieser Klammern wird ein Siück Boble gebrachs, das weder zur Rechten noch zur Linken, und auch nicht ü er sich ausweichen kann. Es wird nämlich an dem einen Ende deö Bohienbretles in derMisten» Stöckel- etwa drey Zoll lang, ausgeschnitten und in die eiserne Klammer gesteckt, und an dem untersten Ende des Bohlenbrettes wird in der Mitte ein Durchschnitt in der Form einer Gabel gemacht, in welchen das Querholz kömmt. Die Größe deS Durchichniltö richtet sich demnach nach dcr


