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Anweisung, gutes Bier, das nicht bald sauer wirdzu brauen»

( Beschluß.)

17) Es ist bekannt, daß jezt der Wein sehr theuer'uud überdieses selten rein und acht zu haben ist. Deswegen trinken viele anstatt desselben starkes aus- Ländisches Bier. Das, was jezt in Wei­mar, Merseburg, Schlaiz, Köstritz (in Chursachsen ) und Bamberg gebraut wird, findet die mehresten Liebhaber. Es i(l. Schade, daß es nicht stets und allent­halben zu bekommen ist. Ich glaube deswegen etwas Gutes zu stiften, wenn ich hier eine Anweisung gebe , wie man an allen Orten im Großen und im Klei­nen ein Bier brauen kann, das allen aus­ländischen und besonders dem Bambec- gischen und Merseburgischen braunen Biere ganz ähnlich ist. Es ist probat, da ich es oft selbst im Kleinen gemacht habe, und im Großen ist es unstreitig, noch besser.

Im Ganzen liegt meine obige An­weisung zum Grunde, oder man ver­fährt im Ganzen so, wie ich oben be­schrieben habe. Es kömmt nur haupt­sächlich darauf an, daß das Bier un­gleich stärker, als das gewöhnliche, und daß es einen eigenthümlichen Ge- schmack har. Es ist nichts leichter zu sa­gen , als wie eS starker gemacht werden 'rann. Man nimmt mehr Malz. Ge­wöhnlich brauet man aus einem Schef­fel Weimarisch Gemäß zwey Eimer gu­tes Bier, jeden zu vierzig, Kannen ge­rechnet. Nun kann man aus einem Wei- marischen Scheffel nur einen und einen halben Eimer, oder auch nur einen Ei- n»er, oder noch weniger brauen, je nach­dem man es als ein Lischbier, oder zum Frühstück stark haben will. Zu starken Wirren muß auch mehr Hopfen kommen.

Man rechnet da auf einen Eimer drei Viertelpfund guten Hopfen, der so lange gekocht werden muß, bis er auch etwas süßlich schmeckt. Hier kommt es sehr auf einen guten Geschmack bey der Probe an.

Den eigenthümlichen Geschmack, zum Beispiel, wenn es dem Mersebur- ger ähnlich seyn soll, verschaffet man auf die>e Weise. Man läßt den zwan­zigsten Theil Malz auf der Darre un­gleich brauner werden, als das übrige, und bringt, wenn man dem Biere die Hefen und den Spiritus vini giebt, auf jeden einzelnen Eimer gerechnet, oder so viele Eimer sind, so viele halbe Hände voll. Salz,, auf jeden Eimer ein Quent­chen Würznelken und eine halbe Hand voll gestoßene Wachholderbeere mit imdaö Bier und bringt es, so bald es sich in dem Bottig, nur etwas weiß ansetzr, in die Fässer.

Zum Bamberger Bierläßt man daS ganze Malz- nicht ,ehr braun darren, und wenn man Hem Biere die Hefen und den Spiritps vini giebt, so thut man auf- jeden einzelnen Eimer, äusser einer Hand voll Salz, ein halbes Quentchen Eube- ben und eben so viel Cardemumen mit hinein. Wenn man zu diesen Ingrediens zen noch ein halbes Quentchen Würznel­ken, hinzu thut, so hat der Geschmack viel ähnliches mir dem Weimarisch-Engli- schen.. Es liegt hier die ausgemachte Wahrheit zum Grunde : womit man das Bier in Gahrung setzt, darnach schmeckt es.

Es sollte mir lieb seyn, wenn ich et­was dazu beitragen könnte, daß das, was sonst bei der Vrauerey ein Geheim­nis war, es in Zukunft an vielen Orten nicht mehr ist.

Ich will nun diese Abhandlung mit noch ein Paar guten Beobachtungen be­schließen: 1

e) Man