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Anweisung, men in de» Wnr;botkig gebracht, damit

gute» Bier, da» nicht bald sauer "u" ölc äefen zur GLhrung darein ge- «irv, ;u brauen. ,Han werden.

(Verfolg.)

Man kocht den Hopfen in der Würze, die ich nach Rum. io. in der Pfanne ge­lassen habe. Ehe man ihn hinetnthut, feuchtet man ihn einige Stunden vorher mit kaltem Wasser an, worinnen man eine oder zwo Hande voll Salz gethau Hat. Man läßt den Hopfen, den man »un in die Würze gethan hat, etwan eine Halbe Stunde darinnen liegen und ge­linde ausziehen, ohne neues Feuer un­ter die Pfanne zu machen. Hernach kann man das Feuer etwas vermehren, da­mit der Hopfen eine Zeit lang gelinde siedet. Jetzt muß man ihn auch zuwei­len mit der Krücke umrühren. Es läs- fet sich keine gewisse Zeit zum Kochen an- igeben. Er muß so lange kochen, bis Las Krallichte nicht mehr, sondern das Bittere mit etwas Lieblichem ver­mischt , geschmeckt wird. Ein guter Ho- »fenkoch muß auch einen guten Geschmack Laben, also kein Brandweinsäufer seyn. Äusser diesem hat man noch das Kenn­zeichen, daß er hinlänglich gekocht habe. Laß er sich, wenn man ihn aus einem großen dazu gemachten Löffel herauelau- fen lasset, etwas ziehen und Spiegel ge­ben muß. Wird dieses, nebst jenem Geschmack, richtig bemerkt und geschmeckt, so bringt man das Gekochte hinüber un­ter die ganze Menge der Würze, und nun muß sich diese abkühlen. Je geschwin­der dieses geschehen kann, um so besser ist es. Deswegen müssen noch äusser Lew Würzbvttig ein oder zween flache Bottige da seyn, welche Kühlboktige hei­ßen , in welche zur schleunigen Abkochung ein großer Tbeil der Würze gethan wird. Hat sie eine Zeit lang in diesen gestanden, so wird die ganze Menge wieder zusam-

14) Ich muß nun hauptsächlich dar­auf bedacht seyn, daß man dem Biere die Hefen weder zu bald, noch zu spat gebe; wie auch, daß man ihm gute Hefen gebe, desgleichen daß man ihm weder zu viele, noch zu wenige gebe. ES wurde einmal ein Bier mit der größ­ten Genauigkeit gebraut und es würde sicherlich ein vortrefiiches Bier geworden seyn; es wurden aber Hefen von einem schlechten Bier dazu gebraucht, da war denn auch, dieses einzigen Umstandes halber, kein gutes Bier zu erhalten. Ehe man sich in dem Besitz von gutem Biere siehet, so lasse mau das erstemal Hefen von einem Orte kommen, der gutes Bier besitzt. Es muß auch lauter Oberhefen und niemals F»ßhefen genommen wer­den.

Wenn ist nun aber wohl die be­quemste Zeit, dem Biere die Hefen zu geben? Alsdann, wenn die Würze oben etwas kalt, in der Mitte laulicht und auf dem Grunde milchwarm ist. Es wird hierauf sogleich alles nmgerührt und die Hefen hineiugeschüttet, wieder um­gerührt und mit Brettern der Bottig zu- gedeckt. Wenn man die Hefen in daS Bier thut, wenn es oben auch milchwarm ist, so gehet es zu geschwinde und stark in Gahrung. Es arbeitet zu sehr. Die Folgen davon sind, daß die besten Kräfte verfliegen und das Bier sauer wird. Da­vor muß man sich sehr hüten. . Man verdirbt das Gebräude aber auch, wenn man zu viele Hefen hineinthut. Es kann sich dadurch leicht übergahren und die Kräfte verlieren. Eben so schädlich ist es, wenn man das Bier zu kalt werden lässet oder ihm zu wenig Hefen giebt. Doch, halte ich dafür, ist das Unglück nicht