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Vom Versetzen der Gartenpflanzen»

Auf den Mistbeeten do inner man in einiger (E'ntfevnuitg vvu den Pflanzen die Erde weg, fahrt dann mit der Hand tief unter die Wurzeln, und bebt-so die Pflanze behutsam aus-. Auf dem Laude darf man aber die Pflanzen niemals bei rrocknem Boden ausheben, sondern man Aieset sie ein paar Stunden zuvor wohl an, sticht sodann mit dem Grabscheit in gehöriger Tiefe und Umfang ein, und hebt die Pflanzen aus. Wenn buch et­was Erdean den-Wurzeln hangen bkibt,. fo schadet dieses nicht. Die Wurzeln selbst bleiben unbEschnitten. Die Gru­den worein sie gesezt werden macht man bei grvsen Pflanzen schon zuvor, und zwar etwas geräumig , halt daun die Pflanze mit der linken Hand hinein, streut mit der rechten lockere Erde behutsam auf die Wurzeln, und sezt sie dann in gehöriger Liefe nud Entfernung von ein­ander ei tu So w e sie eiugesLzt sind, gieset man. gleich so viel Waster^ a-n jede Pflanze, daß die Erde zu einem Schlamm wird, der sich auch an die feinsten Wu-r- zelu anlegt. Meine Pflanzen werden nicht eingeschlammt , sondern blos nach dem Setzen, stark angegossen. Das er­stemal kann man die Pflanze selbst stark begiesen, um die in ihr Her; allenfalls gefallene Erde abzuflöstn In der Folge darf die Pflanze nicht begoffe-r werken, sondern blos die Erde um die Pflanzen,, rmd da sich beim ersten Guß die Erde sezt,. so last mau sie des andern Tages andrücken, damit die . Pflanzen gerade stehew. Ucbrigcnö sezt man die Pflan­zen reihenweise-und im Verband.

Das Ein schlämmen der Pflanzen hat folgende Bortheile t

i) Alle gesunde Pflanzen die einge- schlammt werden, müssen geratben.

) Siehe Neues Hanuöverisches Maoaziu von j

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2) Man kann auf diese Art selbst bei dem trockensten Weiter Pflanzen ver­setzen.

3) Im N ochs all kann man in kör Folge, bei den ins freie Feld vcrftzten grosen Pflanzen das Begiesen ersparen, und

4) Pflanzen über die gewöhnliche Gröse versetzen, wenn sie nur eine ver- hältnismasige Anzahl Wurzeln haben.

tTüdbricbr.

Vor einigen Tagen erhielte ich von Seiner Hochfürstlichen Durchlaucht uns ferm gnädigsten Fürsten, die Erlaubnis, auch hier Knhpocken zu impfen. Die durchaus glücklichen- Versuche , welche man in Londonan mehr als tzooo Kindern anstellte, verbürgen schon allein die Nüzlichkeit und Unschädlichkeit die­ses Unternehmend. Aber auch in Paris^ Wien , Hamburg , in Holland und^ ii| andern Landern, wo man eben so glück­lich , vorzüglich in Hannover, wo über looo Kinder damit inokulier wurden, ohne, daß eins an der Brankheit ge­storben, oder nachher mit den natür­lichen Pocken, wovon gegenwärtig da­selbst so wie in unserer Gegend, wenig­stens das vierte Kind ein Dpser zu wer­den pflegt, nngcstcllt worden ware.^) Von dort aus, erhielte ich Materie, und erbiete mich nun , nicht allein hiermit selbst zu impfen, sondern auch jeden andern Arzt, so viel, mein Vorrath ss erlaubt, damit zu versehen. Ich schmeichle mir, auch hier, so wie in andern Städten es glückte, der immer mehr überhand neh­menden Tödlichkeit unter den Blattern- patienten t) er,ui beugen , und den Eltern, welche für das Leben ihrer Binder wirklich besorgt sind, keinen geringen Dienst zu leisten. Giesen den 2oteit Novern br. 1800. Dr. Hefsert.

Be- 8vo. Stück68. 6-. 70.7-,