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Gement- wasch - und Trocken^nuser.

Die Materie des Waschens bringt mich auf einen andern damit verbünde- «en Gegenstand , welcher nicht weniger die Aufmerksamkeit des Publicums« ver­dient , weil das Trocknen und Bügeln oder Platten der Wasche, ebenfalls in den jezigen Zeiten, wo Holz und alle Bedürfnisse theurer geworden sind, öko­nomischer eingerichtet werden muß, als ehemals , um so mehr, da das Geld weit rarer und theure^als jemals geworden ist, Zu diesen beiden Geschäften, dem Trocknen und Bügeln der Wäsche fehlt in manchem Haus eine bequeme Gele­genheit. Diesem Uibelstande kann nicht Lesser als durch ein Gemeind-Trocken­haus abgeholfen werden. Es wäre zu wünschen, daß an jedem Ort, Stadt »der Dorf, ein solches Gebäude befind­lich wäre, welches der Gemeinde gehörte, und jedem gegen eine geringe Miethe zur Benutzung geöfnet würde. Hat man doch auch Gemeind - Backöfen und Brau­häuser. Äusser Frankfurt ist mir aber keine Stadt in unserm Reichskreise be­kannt , welche Trockenhäuser befizt. Ich will also hier die Beschreibung eines recht rnufterhaften Trockenhaufes nüttheilen, welches der grose Menschenfreund Graf

Romrford in Zrrkanb erbaut, und wün­sche nur, daß das Publicum gegen Mit- rheilungen dieser Art nicht gleichgültig seyn möge: denn Sparsamkeit m den Alltäglichste» Bedürfnissen des Lebens, ist nicht nur eine allgemeine schöne beglü- .ckende Tugend, die mir unsrer Zufrieden­heit, Achtung unter unfern Mitbürger», und bürgerlichem Wohlstand verbunden ist, sondern unser Zeitalter macht uns ihre Ausübung insbesondere noch zu ei­ner dringenden Pflicht.

In dem Waschhaus sind 2 längliche viereckige Pfannen befindlich, wovon die eine durch Feuer und die andre durch Rauch geheizt wird.-) Nachdem der Rauch in den Zügen der zweiten Pfanne eirculirt hat, tritt er in einen langen Zug, der rings um die Seiten des neben dem Waschhaus liegenden Trvckenzimmers, lauft > geht dann durch die Wand dessel­ben in das P.ättzimmer, und entweicht durch den offnen Schornstein. Da der Boden der zweiten Pfanne mit dem ober» Rande des erster» gleich liegt: so lauft das warme Wasser aus der zweiten in die erster», wen» man einen an derzweiten befindlichen messingenen Hahnen vfnet, wodurch die Ausübung der Hauptpfanne sehr erleichtert wird. Die hölzernen De­cke!

*) Es gictzt hier eine gute und ßarfe Viehzucht- Jeder aber der Vieh halt, weiß auch, wie nüz? lich im Winter die Brälssütterung sey. Aber wie sie veranstaltet wird , foitei |je viel Holz. Das soll ste aber rocht. Ich will hier einen VorschiaF thun, wie ein Jeder dieses n arme Brüh, futter ohne Holz erhalten kann. Uiüer jedem Ofenloch ist ein kieincs viereck geo Zugloch befind- lich, man lasse dieses rund, etwa ; bis 4^'oU im Durchmesser mau en, eine tb'ntrne Rbhre mit emem Knie hineinpaffen. Diese Rvr-re endige sich in eine gerad aufsteigende blecherne Rohre, welche durch ein mit Waffe r augefüiitee Faß, das so gefreut wird, daß es nicht hindert, und welches unten einen Hahnen dekommeu kann, gehr. Dadurch wird das Wasser bis zum Kochen, blos von der Dfenfeuerung erdizt, al,s eine Hitze benuzk, die sonst in den Schornstein fliegt / Wasser ohne Holzaufwanv zum Kochei» gebracht, und bei ^euerrgefahr im Wrnter, hat man im Hans immer Heises Wasser. Dben bekommt die Rvl>re ein Brntil Wir haben scnon viel gewonnen, wenn wir i lbet unfern eisernen Oefcn, Thürchen vor das Dfci.loch machen lassen, die man innwendig stark mit Lehmen überzieht, 1) innen euren Nest bloo von Dakstei- rien, dle aus die schmale Seite gemauert werden, machen lassen, 3. unter dieftm Rost einen wohlverwahrten Ajchenkasten aubringen, 4) und die Luft unter dem Rest von Aussen durch eine Röhre tuhretl/ dre man mittelst der daran Endlichen Klappe mehr vder Weniger ölnen kann.