Ausgabe 
19.4.1800
 
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Fortsetzung von den Gemein - wasch- und Tro- ckenhäusern.

(siehe Nro. X.)

Durch diese Einrichtung wird Wär- mesiof, und folglich auch Feuerung er­spart.

Der Ofen zum Heitzen der Plattei- sen , ist von Baksteinerr, gemauert. Sein Boden ist eine hohle Pfanne von gegosse­nem Eisen, iZ Ioll ins Gevierte und 3 Zoll tief, die fast ganz mit feinem Sand an gefüllt ist. Wenn man unter-dieser Pfanne in einem verschlossenen Heerd Feuer macht; -wird sie leicht roth glü­hend. indem der Sand ihre Oberfläche vor der kalten Luft schüzt, und die Platt­eisen, die man unter dem Sand mit die­ser rothglühenden Metallplatte in Berüh­rung bringt, werden in kurzer Zeit und mir weniger Holz heiss. Dieser Ofen steht zwar im Trockenzimmer, aber die Thüre, wo die Eisen eingelegt werden, und die Thüren des Heerdes und der Aschengrube, öfnen ffch alle in das Platt­zimmer. Der Rauch von diesem Ofen geht durch eine Röhre in das Trocken­zimmer, und trägt daselbst zum Trokuen der Wasche bei.

Da es zuweilen nöthig ist, das Tro­ckenzimmer zu heitzen, wann weder die Kessel im Waschhaus, noch der Plätt- ofen geheizt werden: seist auch dafür durch einen kleinen verschlossenen Feuer- heerd gesorgt, der sich -n den Zug ofnet, durch welchen der Rauch von den Pfan­nen , in das Trockenzimmer hineingelei- tet wird. Er ist äusser dem Trockenzim- mer da angebracht, wo der Zug sich mit der zweiten Pfanne vereinigt. Die obere Oefnung desselben, wo die Flamme un­ter den Zug schlägt, wird durch eine ei­serne Platte verschlossen, wenn er nicht geheizt wird. Ässet aber geheizt; so muß

die Thüre zum Heerd der Hauptpfanne, und oas Inqloch in derThüre zur Aschen­grube verschlossen seyn.

Damit der obere Rand der Haupt- pfanne nicht zu hoch über den Fusboden des Waschhauses empor stehe, und damit die Wäscherinnen in dem Kessel arbeiten können, ohneeinige Stufen hinaufsteigen zu müssen, so ist der Rost und der Bo­den der Züge unter der Pfanne, fast mit dem Fusboden gleich, und die Aschen­grube tiefer unter demselben gelegen. Um jedoch den Zugang zu dem Feuerheerd, zum Einlegen des Holzes und Auzünden desselben, bequemer zu machen, ist vor deinseiben ein Platz 3 Fus ins Quadrat, und 2Fus tief in dem Fusboden einge­mauert. und zum Hinabsteigen, mit ei­nigen Stufen versehen.. In den beiden Seiteuwanden dieses Vorplatzes zur rech- teu und linken sind Wölbungen zumAuf- bewahren des Holzes, die einige Fus unter dem Fusboden gehen. Die Stu­fen sind dem Feuerheerde gegen über.

Solche Vorplätze sind vor allen Feuerheerden groier Pfannen sehrnöthig, sonst steht der obere Rand derselben zu hoch über den Fusboden, und man kann also nicht leicht und bequem hinzu kom­men. Man kann zwar vor den höher gelegenen Pfannen Stufen ankegen, al­lein sie sind immer unbequem, nehmen mehr Raum ein, und kosten mehr als die Ausführung jenes Vorschlages, wodurch sie unnvthig gemacht worden. Derglei­chen Vorplätze können mit Fallthüren bedeckt werden. In diese sind mehrere kleine Locher gebohrt, um der Luft den freien Zutritt zu der Aschengrube zu ver- statteWenn die Thüre.des Feuerheer­des etwa über der Fallthüre liegt, muß der Theil der Falltbure, welcher unmit­telbar unter der Oefnung des Heerdes ' - 1 ' liegt.