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Was ist der wachstem?

Im Reichsanzeiger wurde lezthin be­richtet : eine gewisse Familie in Franken bewahre als einen kostbaren Schatz einen Stein auf, den man auf die Wunde ei­nes von einem tollen Hunde gebissenen Menschen legre, wo er sich vollsaugte, nnd dann absiel. Ich lasse seine Wun­derkräfte dahin gestellt seyn, wage es aber dreiste zu behaupten, daß dieser Wuthftein nichts anders als der soge­nannte schon lange bekannte Scklan^ genstem, Piedra de Cobra , fey. Wir erhalten ihn aus Ostindien. Ceylon, Malacca, Sumatra und Lorneo lie­fern den meisten, die Indier schrei» den ihm gar wunderbare Kräfte zu, und man gab ehemals vor, daß er von der Brillenschlange Cobra de Capellofomme. Sie sind sehr rheuer, das Stück kostet selbst auf dem Cap, wo Tbunberg den ersten zu Ro de Sand sah, oft io 12 Rthlr. Der Stein hat die Grdse und fast auch die Gestalt einer Bohne, ist schwarz Mit einem bleichen aschfarbigen Flecken in der Mitte. Die hellgrauen sind am meisten gebrannt, die dunkelgrauen we­niger. Legt man ihn in Wasser; so stei­gen eine Menge Blasen auf, die ein Zei­chen seiner Güte sind. Nimmt mau ihn in den Mund, so muß er sich fest an den Gaumen anhängen. Er wird durch die Kunst aus der Asche einer Wurzel, und aus einerg-wissen Erde bereitet, die man hei Kin auf Ceylon findet. Beides wird zusammengemischr von neuem gebrannt, zu einem Teig gebildet, und daraus der Schlangenstein gemacht, den man als­dann austrokuen läst. Er hat sehrfeine Poren, die man aber nicht mit blosen Augen sieht. Ist Jemand von einer Schlange gebissen worden: so legt man diesen Stein darauf, der sich fest an die Wunde hangt, und wenn er sich vvllge-

sogen hat, fallt er wie ein Blutigel von selbst wieder ab. Hierauf legen ihn die Indier in süseMilch, wodurch diese blau wird, der Stein sich von dem erngesoge- nen Gifte wieder reinigen, und auf daö Neue brauchbar werden soll. Bisweilen scarificiren sie die Wunde, ehe sie den Stein auflegen.

Die Hottentotten haben noch eine kürzere Kur. Wird einer von einer Schlange gebissen; so sucht er einen Frosch auf, und reibt die Wunde damit.

Ver;eichnrs unsrer Gartengewächse. Im freien Lande werden in Teutschland gebaut.

Diandria, monogynia.

Roam-riu, Rofmarinus officinalia. Wird weit besser, wenn man ihn im freien Lande zieht, und im Winter mit einem Bienenkorb bedeckt.

Salbei, Salvia offieinalis.

Zur Reinigung derjenigen Zimmer, wo sich oft Flöhe in groser Menge finden, dienen die Stengel der klebrlgen Sal­bei/ S. giurmofa, die bei unferm ge- schikten botanischen Gartner H. Sauer zu haben ist. Man wirft die Stengel unter fr je Bettstellen, wenn sie voll Flöhe hängen, verbrennt man sie. Je­der kann sich diese Pflanze selbst ziehen.

Triandria n oaogynia.

Groser Baldrian, Vale>iana Phu.

Die zarten Blatter mischt man unter die feinen Kräutersalate.

Rapumet ( hier N üßgen, an andern Or­ten Schaaf-Mäulchen , Valeriana io« curta olitoria.

Gurke/ Cncumis fativus, mit verschiede­nen Abänderungen.

Rürbi« i Cucurbita, mit mancherlei Da- rittaken.