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§ener - Polizei - Anstalten.
Verfolg.
Zur Rettung der Mobilien lassen fd> schwerlich allgemeine Vorschläge thun. Da nun oft ihr Werth den Werth des Hauses übersteigt: so verdient jeder Vorschlag dieser Art Aufmerksamkeit und Prüfung. Man st'ndet einige Nachrichten von dergleichen Anstalten, in folgenden Schriften: Müller über die lict; tuny der Meublen und des Haustze- rathes bei entstandener Feuersbrunft. Erfurt 1796. Diese Schrift giebr Nachrichten von einer^n Erfurt zu dieser Absicht zusammengetrektenen Gesellschaft, und deren anfangs sonderbaren Schicksalen.
, Günthers Nachricht von den Vor- sch'ägen,zur Rettung des beweglichen Eigentbums bei Feuersbrünsten stndet sich in den Verhandlungen und Schriften der Hamburgischen Gesellschaft. Bd. IV. S. Z85» Eine Beschreibung einer Assecuranz der Mobilien , Maaren und anderer beweglicher Sachen wider den Brand, steht in den Hollsteinischen Provinzialberichten. 1791. ©. 135.
Das Löschen erfordert Uibung und Geschicklichkeit. Gar oft wird durch eine unrichtige Leitung des Rohres, Wasser und Kraft unnütz verschwendet, und oft bricht das Feuer durch das von oben in die Flamme gebrachte Wasser, welches bei dieser Operation zerfezt wird, nur desto heftiger aus. Das Rohr muß so geführt werden, daß man sich dem brennenden Körper selbst (nicht derFlamme) »nähert, und nur die hrennende Stelle be- sprützt: denn dicht an dem brennenden Körper, ist mit dem Wasser am meisten auszurichren. Dies wissen unsre hiesigen Bürger wohl. Sie sind Meister im Löschen/und nähern sich dem brennen
den Körper, ohne alle Scheu für Gefahr.
Also schon bloses Wasser, wenn es nur gehörig angebracht wird, leistet vor- tresiiche Dienste. In andern Fällen ist es am bisien : das Feuer gleich mit nassem Mist ^u ersticken. Allein wenn C luden in Hausern brennen, wo viele fener» fangende Materialien, Holz, Bretter, Hobel spane, Hanf, Wergk, u. d. liegen , ist bloses Wasser nicht hinlänglich. Hier ist recht schlammiges, thoniges Wasser das beste. Nyftcöm schlug vor, Thon und Salz trocken und fein zerrieben zur Hand zu haben, um solche sogleich dem Wasser, das versprizt werden soll, beizumischen. Auf den Dörfern , an Leichen, Schwemmen, in Pfützen, kann man gleich das Wasser dick und schlammig genug machen.
Aken erfand ein anderes Gemische, ans Wasser, Alaun, Braunrot!), Vitriol und Thon. Statt des fein gesiebten Braurrrothes (einer feinen Eisenocker , die man auch zum Anstreichen der Hauser braucht, ) kann man auch Eifeu- fafran, oder den gelben Schlam nehmen , welchen die Lange des Vitriols ab- sezt. Den Grundtheil dieses Gemisches macht der Thon aus, das Lraunroth oder dessen Surrogate, verhindern das Reissen desselben, die Salze helfen den Thon in der Auflösung erhalten, machen den Stoff bindender, kiebender an den brennenden Körper, und sind für sich fenerhestandig. Die Verhältnisse sind folgende: 92 Kannen Wasser, zo Pfund gepüwerter Alaun, 40 Pf. gcpülverter grüner Vitriol , 200 Pf. geschlemmter, langsam getrokneter, gesiebter Thon, 20 Pf. Vraunroth. Daß aber das Meer- salz hiezu nicht tauge, hat schon Glaser gewnst und zu erklären gesucht, in seiner Schrift ; ausführliche und auf Ersah-


