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Sparkassen für das Gesinde, a) Spar - und Leih-Basse zu Biel.

Verfolg.

Wik erwarten von Euch ! ihr siei- sigen und getreuen Dienftbothen, von Euch! ihr jungen Lehrpursche, von Euch allen, unsre Miteiuwvhner in der dienen­den und arbeitenden Classe, daß ihr euch durch Einlegung eures Sparpfenniges, eine Freude bereiten werdet, die würdi­ger und bleibender ist, als die ibr euch im titeln Flitterstaat, in lärmenden Gela­gen, in unmasigem Genuß, oft zum Nachtheil eurer Gesundheit, eurer Ehre, eurer Sittsamkeit , immer zum Verlust für euer künftiges Auskommen, erkauft. Die wohlthätigen Folgen, welche ver­nünftige Sparsamkeit selbst wieder auf euern Fleiß, auf eure Treue, auf euer besseres Verhalten gegen eure Dienstherr­schaft, in allen euern Verhältnissen ver­breiten wird, werden euch hundertfältig die kleine Summe verzinsen, die ihr in die Sparkasse einlegt. So wird unsre Anstalt auch für euch Seegenreich wer­den. Besseres und treueres Gesinde, bessere und treuere Arbeiter, und wenn die Dienstherrschaften und Lehrherrn selbst pflichrmäsig Mitwirken wollen, mehr häuslicher Frieden, ein glücklicheres Zu­sammenwirken Bemittelter und Dienen­der, der Erfahrnen und Unerfahrnen, der Hauslmge und Hausherrn, wird anö die­ser Anstalt hervorgehen. Selbst Verfüh­rung und Ausschweifung , und die Menge körperlicher und moralischer Krankheiten, die sie begleiten, sind weniger fruchtbar in einem Ort, wo Sparsamkeit früh ge­wöhnt wird, wo die Jugend redlichen Fleis für ihr künftiges Auskommen lieb gewonnen hat, und die Alten dazu ge­fällige Hand bieten. Wir Mitglieder der Gesellschaft versprechen hiemit, daß wir solches redliches Gesinde, und so emsige

Handwerksleute und Arbeiter kn Zeiten des Bedürfnisses, so viel wir vermögen, vorzüglich die werkthätigste Hülfe und Unterstützung wollen erfahren lassen.

Euch ! ihr ehrlichen Handwerker, die ihr nach gewissenhafter Selbstprüfnng, der Hülfe aus unsrer Leihkasse bedürfet, euch laden wir ein: Kommt zu Uns ohne Scheu, wenn ihr mit dem Vorsatz kommt, unsre Anleihe pünktlich zu erstatten. Wir wollen euch gerne eure schwere Arbeit er­leichtern Helsen. Wir wollen treu seyn in unserer Zusage, und streng in der Be­obachtung unsrer Bedingungen. Diese Strenge ist keine Harte. Nur sie kann uns in dem Stand erhalten, euch jene Treue zu erweisen. Es soll uns ein fro­her Tag seyn, an dem wir euch Hülfe reichen, und ein noch froherer Tag, ar; dem wir es aus euerin eigenen Mund er­fahren , daß euch wirklich geholfen wor­den ist.

(Fortsezzung folgt.)

Bekanntmachungen.

ei) Es ist verschiedentlich im Pribllco darüber geklaget worden, daß von den hiesigen Müllern in Betreibung des Mahl­werks nicht aufrichtig zu Werk gegangen, und mehrmalen nicht nur das Mehl nicht gehörig und ordnungsmäsig gemahlen, sondern auch unter bem Mehl und Kleyen Sand und andre dergleichen Unreinigkei­ten gefunden worden. Da man aber auf dergleichen im allgemeinen gethan wer­dende Aeussernngen, wenn keine nähere Umstände angegeben werden, keine ge« naue Untersuchung anstellen kann, so werden sämtliche Einwohner hiesiger Stadt hiermit aufgefordert, wenn je­mand eine Klage gegen einen oder den andern der hiesigen Müllern , wegen Ver­fälschung oder sonstigen Vervortheilung haben sollte, solche jedesmal sogleich an­zubringen, damit die Sache untersucht und.