Ausgabe 
27.3.1770
 
Einzelbild herunterladen

ft Gr'essische wöchentliche gemernnurztze Anz eigen

me gelangt und geschürA werden würden, der Zehenden ebenfalls wie von der. Salzsode entrichtet werden solle.

Es zeiget sich also hieraus so viel, daß man schon in älteren Zeiten in dieser Gegend Steinkohlen vermuthet, oder wirklich gegraben habe. Ich habe aber noch zur Zeit weder einige Nachricht, noch einige Spuren oder Merkmale wo diese Steinkohlenbergwerker gewesen, vorsinden ksn- rrett. In neueren Zeiten hat man abermahlen in verschiedenen Gegenden nach solchen Steinkohlen, nachgraben lassen, und man hat auch derer wirklich nach dem Zeugniß verschiedener Leute, welche solche gesehen haben wollen, vorgefunden.*

Warum aber dieses Nachgraben nachhero wieder eingestellt worden, davon sind mir die Ursachen unbekannt geblieben und ich überlasse die wei­tere Untersuchung davon lediglich solchen Männern welche, fn diesem Zach mehrere Einsicht und Erfahrung, als ich besitzen.

Ich habe hierdurch weiter nichts als die Ursachen meiner Mutma­ßungen darthun wollen, und ich bin so prahlerhaft nicht, daß ich eine blo­ße Mutmaßung sogleich vor eine gewisse Wahrheit ausgeben sollte. Man will freylich in dem Mineralogie Reich gewisse ohnumsiößliche Regeln be­haupten und nach diesen alle Lagen der Erdarten und Mineralien eines je­den Berges bestimmen, allein ich meines Ortes weiß nicht, ob diese Re­geln nicht zuweilen einige Ausnahme leiden mögten, zum wenigsten haben Mich einige nach diesen Regeln gemachte Versuche solches gelehret. ***

Ich komme wieder auf die Sode selbsten. Das Salz so auf dieser Sode gemacht wird, ist rein, sehr weiß, hart, und macht den schönsten Crysi-ll. Es ist besser als das Salz aller benachbarten Soden. Das

Ge-

* Da der ganze Vogelsberg nichts anders als Basaltgebürge ist; so hat man nach dem ordentlichen Lauf der Natur, daselbst keine Steinkohlen zu suchen. Sollte eine besondere Erhebung des Schieferlagers etwa daselbst zu finden feyn; so kann doch keine beträchtliche Ausdehnung desselben statt haben.

* * Daß es vorgegeben worden, kann wohl seyn; an der Richtigkeit der Sache aber wird sehr gezweifelt daß an einigen Orten der bey den Basaltgebürgeu nicht ungewöhnliche Wolfram davor angesehen worden, ist mir bekannt.

** Die Ordnung des Mineralreichsmuß nach den ganzen Reihen der Gebürgt, wie stein der Erdbreite auf einander folgen, beurteilet werden, und alsdann hat fie ihre gute Richtigkeit, und kann durch die Erfahrung bewiesen werden. Daß die parttculaire Erhebungen der Unterlager hin und wieder andere ein- zehne Gebürgt zeigen, ist jener unbeschadet.