Ausgabe 
26.6.1770
 
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Vom Anbau derer wüsiunFen-

C»n hiesiger Gegend sind von je her Wüstungen auf eint jlittang w grauet worden, und jwar mehrentheils auf diese Art.

Der Bauer hat die Wüstung mit der Rodback geschäblek oder den Wasem und H-yde oben abgehak-t, die Stucke so mchrentheiiS einen qua. »rat Fuß breit und i derselben lang sind, aufgestellet, getrucknet, d-r» nach auf-inen Hausen von ohngefehr r Fuß hoch gelegtt , angestecket und verbrant.

We verbrandte Erde und Asch-ausgestreuet, umgeackert, Korn oder Gerste hinein gesaet und geegek.

Wo das erstemahl Komgewesen, wird jum afrn mahlGersteoder Hafer, und zum ztenmahl Hafer oder Heydekorn, darauf g-pflanzet. Hernach bleibt die Saat wieder io. if. bis 20.Jahre wüste liegen.

Diese Art das wüste Land stuchtbar zu machen, finde ich nichtl gut, bann dich Bearbeitung kostet en tweder vieleZeitund Muhe, und wird andere nützlichere Arbeit dadurch verssnmet.

' Der Bosen wird in 2 oder höchstens; Jahre so entkräftet, daß er aus to. rf. Jahre keine Frucht traget. Auf einem solchen verbranvten kan» wächset lange Zeit kein Graß zur W-hweyd e, sondern ein grüner und rother Mooß den kein Vieh ftißrt oder wird von Ginsterstranch Uber, zogen, welche alle Weyde raubet.

< In Vesten Haubergen, oder Hahnbergm, welche «»der zumHosj, «Ochsen geheget werden, ist es nicht zu verachten.

L iSm

W Giesiifche wöchentliche gemeiNNÜtziZe AnrekZen winden bald alle Menschen als eine belastete Gesellschaft stille stehen, sich angaffen, und endlich in Faulheit entschlummern.

Wenn ein Unternehmen nicht verspottet wird , so ist eS kem gute Zeichens dann es ist aiSdennn so unbeträchtlich, daß es der Aufmerksam» feit entwischts oder verdienet Mitl-id-n.

Ein rechtschaffener Weltbürger si-hek nur auf Gott , das M-merne SJBsljl und sein Gewissem Alles andere ist ihm verächtlich.