Ausgabe 
20.3.1770
 
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9 4 Gicsilsche wöchentliche gemeinnützige 2lnZergen

versotten werden kann aufbehalten werden. Hierdurch würde man nicht nur einen beständigen Vorrath zum sieden fertigen Wassers haben, son­dern man wurde auch beständig einerley uno gutes Wassr haben; man würde mit eben dem Holz und nur mit einigen, jedoch geringen, weiteren Kosten, die dermahlen jährlich verfertiget werdende i;oo. Achtel Salz ge­wiß r. bis z. doppelt erhalten. Ja es würden durch diese neue Anlagen, und die darauf zu verwendende Kosten, die Einkünfte dieser Salzsode um ein ansehnliches vermehrt werden. Das zum Salzsteden benötigte Holz ist ein Punkt, worauf bey einer etwan vorzunehmenden Erweiterung de- Schwerks hauptsächlich gesehen werden wüste. Die dasige Gegend ist zwar mit Waldungen recht wohl versehen, demohnerachtct hat rod) so viel seine Richtigkeit, daß eher ein Mangel als Ueberfluß an Holz behauptet werden könnte. Gegenwärtig ist kein anderes Holz auf dieser Sode zu finden, als das von denen Unterthanen der Grafschaft Nidda, entweder gegen Salz, oder gegen baare Bezahlung Karn voll weise dahin gebracht, und vielleicht in denen herrschaftlichen Waldungen entwendet , oder von dem ihnen zugetheiltem Winter Vorrath ersparet wird. Diesis ist gemei­niglich von schlechter Beschaffenheit, und ohnerachtet es eben nicht so hoch als sonsten gewöhnlich, daselbsten bezahlet wird; so leidet jedoch die Sode hierbcy Schaden genug. Würden die Unterthanen kein Holz bringen, so würde das Salzwerk stille stehen müssen, und dieses sich vielleicht am ersten zu der besten Jahrszeit zutragen , weil zu dieser Zeit der Bauer gcmeuu- glich die meiste Feldarbeit zu besorgen hat.

Etliche hundert Klafter gut Holz könnten vielleicht die herrschaftliche Waldungen (denn gemeine Waldungen finden sich in dieser Gegend sthr wenige) des einreiffenden Hozmangels ohnerachtet annod) abgeben. Diese könnten in die nächst gelegene Forste nad) eines jeden Verhältniß ausge- theilet, und nad) dem Anschlag wie selbiges an Auswärtige verkauft wird, an die Sode überlassen werden. Hierdurch würde vielen Unbequemlichkei­ten abgeholfen, und das Salzwerk mit einem beständigen und gewissen Hoizvorrath versehen werden. Die von denen Unterthanen bisher erhal­tene vier bis fünf Hundert Klafter Holz könnten bevbehalten werden, und würden vielleicht noch einige Hundert Klafter von denenselben erhalten wer­den können, wenn ihnen nur die Ausfuhr des Holzes auser Lands unter einer scharfen, und von denen Uebertrettern sogleich einzutreibendcn Stra­fe, gänzlich verboten werden wollte. Auf diese Art würde die Sode mit einer