ii* Mesilsche rv-cheutliche gemekuuützige Anzeigen
daß an einem Tage etliche fasteten, und beteten, und die andere Gaste- rey hielten. Genug die Gründe mögen seyn wie sie wollen; in einer tvilU Jährlichen Sache muß einmal etwas festgesetzt werden , sonst würden sich die Spaltungen ins unendliche vervielfältigen. Dieses geschähe von derKir- chenversammlungzuNicaa, welcher Constantinus sein Ansehen liehe. Nun ward festgesetzt, es sollten allezeit auf den ersten Sonntag nach dem erstenVoll- itiont) nach dem Frühlings Aequinocrio die Ostern gehalten werden; es ward ferner festgesetzt, sie sollten niemalen mit den Juden gefeiert werden Letzteres wäre eben ein Entscheidungsgrund in Abschaffung des Asiatischen Gebrauchs , mußte also allerdings beydehalten werden. Da nun die Nicä- riische grose Kirchenversammlung im vierten Jahrhundert von der ganzen Christenheit im römischen Reich als allgemein angenommen wird, so entstehet daher die Frage, wie es mit den Ostern gehalten werden solle, wenn solche auf die Zeit fallen, wenn solche die Juden feiern.
Ä.
X>oit Schule»/ und Gchulschnften.
Wenn man die häufige Schulschriften welche in Deutschland herauszukommen pflegen , sammlen wollte, so zweifle lch nicht daß man damit den grösten Hof, so zahlreich auch der Hofstaat seyn möchte von Jahr zu Jahr mit Papilloten versehen könnte: So groß ist die Menge schlechter und unnützer AbhandlungenDenn an manchen Orten kommen jährlich vier oder wohl gar mehrer zum Vorschein, der Gelegenheitsgedichte die im Nahmen, und welches das schädlichste ist, auf Kosten der Gymnasien gedruckt werden mcht zu gedenken.
Die unentbehrlichen und weithergeholten Materien die gemeiniglich abgehandelt werden, sollender Welt, nach der Meynung ihrer Verfasser, hohe Begriffe von ihrer Gelehrsamkeit beybringen, und würken bey- riahe fast immer das Gegentheil. Es wäre den meisten Schulen in der That vortheilhafter, und wenigstens der Ehre ihm Lehrer zuträglicher, wenn diese ganz unbemerkt blieben.
Ich habe immer geglaubt die Hauptabstcht einer Schulschrist bestehe darinnen, daß man dem Publicum eine hinlängliche Nachricht von der mnern


