Ausgabe 
14.8.1770
 
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rSr Grefflsche wöchentliche gemeinnützige Anzeigen

che Sumpf» Wiesen höher, unb dadurch trockener zu machen. Hat man noch daran liegende hohe Wiesen, so traget man solche ab , bringet die Überflüßige Erde von solchen an andere gelegenen Orten, beschlaget selbige sogleich mit den abgestochenen Rasen oder wann keine zu haben , besamet man selbige mit Hafer und Heu Saamen, so wird es bald einträgliche und gut Futter tragende Wiesen geben, welcher» wenig Zähren alle Ärbeit und Kosten ersetzen werden.

Zum Beschluß muß ich eine dem Graßwachs nachlheilige Sache noch anführen. Die Besitzer zeichnen ihreZlnwand durch eingesteckte Wey- den ob. Die Weyden pflanzen um sich, es giebt einen groseo Busch. Der­gleichen ßnben sich viele tausend in hiesigen Gründen , ja so gar Dorn Erlen und Haselhecken. Diese verhindern den Graßwuchs geben den Maul­würfen einen sicheren Auffenthalt, und denen GraS Dieben Gelegenheit, daß solche sich karhinter vor dem Schütz verbergen können. Ich habe öfters darüber geeifert, einige haben solche abgehauen , die mehreste aber lassen große Flecken fortwachsen. Ich wünschte daß durch eine herrschaftliche Ver­ordnung b y nahmhafter Strafe anbefohlen würde, alles unnütze Gesträuch aus denen Wiesen auszuhacken, und die Mahler mit Steinen oder Pfäh­len zu bestimmen. L. H-

Emgelaufener Brief.

M H. Eine Wochenschrift muß gerade das vortragen, dessen Er­innerung Zeit und Umständen angemessen ist. Wenn Sie uns em H,stör* eben aus alten Zeilen erzähleten, so würden wir fragen, warum Sie e§ wieder von neuem hatten drucken lassen, es seye dann daß^Lie einen neuen Gebrauch davon machten. Würden Sie glauben, daß eine solche Schrift nur da wäre vor die lange Weile gelesen zu werden , so würde ich ihnen widersprechen. Man kann davor Romanen lesen. Ich glaube immer vaß m einer solchen Schrift entweder neue Entdeckungen, ökonomische Versuche, oder sonsten Erinnerungen mitgetheilet werden müssen, welche eben zu der Zeit nützlich feyn können, wann sie geschrieben werden. Dazu haben Sie wirklich einen guten Weg eingeschlagen, und es wird nunnnhro ganz Mcht seyn, auf denselben fort zu gehn. Man hat aber dergleichen Sa­chen fteylich nicht alle Tagevor der Hand. Auch merke ichIhnen an, daß Sie es eben nicht der Mühe werth achten kostspielige Correspondenzen anzulegen, um