Giessische «-ZchenzUch Anzeigen
Beobachtet seine Befehle, betrschttt^sie, bemühet euch die Gerech, tigkeit und Billigkeit deffelben einzusilM, so werdet ihr alle falsche Wege Haffen. Liebet solche Personen, die ^dfn Herrn fürchten , und lasset euch durch die Gnadenwohlthaten desselben-, womit er euch täglich überschüttet, auch täglich zu einer HMichm Liebe und T)ankdarseit erwekftn.
Wenn chr so unglüklich seyd, chn zm.b'eloWn, w^dryMhigeteuch vor, seiner göttlichen Prajesiät, rufctchine BaWberzjgkeit.-an, und lasset euer vornehmstes und wichtiMes Geschäfte schn, daß il)t-feinen Zorn stillen und den erschreklichen Wirkungen seiner Gerechtigkeit zuvorkommen möget. Hütet euch, mit der-.Sünde yertraut zu werden, und denket allezeit, daß in diesem Zustande zwischen euch und der Hölle mur das Leben sey, welches die allerzerbrechlichste Sache Don der Welt ist. '
Die Sünde ist eine Last, aber merket wohl, je grösser diese Last wird, desto weniger empfindet der Sünder ihre Schwere und Größe, und wenn er sie endlich gar ohne die geringste Beschwerde tragt, so ist solches ein Zeichen, daß sich Gott gflnz von ihm eptftr.net habe. Denn diese Schwere der Sünde mW das Gefühl derselben kommt von der Barmherzigkeit GotteS her.
ES flieht unbedachtsame, leichtsinnige und ungelehrige Kinder, welche einen Fehler nach dem andern begehen. Sie scheinen zwar durch Vorstellungen unh.Züchtigungcn gerührt zu werden, sie werfen sich auch wohl zu den Füssen ihres VattrS hin, und versprechen ihm, sich zu bessern: aber in einem Augenblicke hernach zeigen sie sich wieder-ganz vergnügt, sie spie- lm, sie: lachen aus vollem Halse und. fallen wieder in eben diejenige Fehler, die,man, erst zuvor an ihnen bestrafet hat.
Es gibt andere, welche sich, so bald sie ihre Schuldigkeit nicht g<» than haben, darüber schämen, ohne zu erwarten, bis sie darüber bestraft worden sind. Ein nur etwas! ernstlicher Anblick macht sie schon furcht, fttm: wenn sie aber gezüchtiget wordey sind, so siebet man sie einige Tage lang traurig und beschämt.' Sie sind nicht eifersüchtig über die Liebkosungen, welche man andern Kindern macht, die klügmsind als sie, und halten sich derselben unwürdig. Das Andenken des Verdrusses, welchen sie ihrem Vater verursacht haben, macht sie desto aufmerksamer und williger ihre Schuldigkeit zu beobachten.
Seyd nicht jenen ersten Kindern gleich, sondern werdet den andern ähnlich. BittetDen Herrn selbst üm seinen -Beystand und Gnade, daß ihr ihn nicht beleidigen möget. Weng ihr aber dennoch so unglüklich seyd,
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