rr Gresilsthe wochettvlich^gemeitttttttziFe Attzeige»
der deutschen SMche aufweisen können. Ich weiß wchls daß hierdurch unendlich viele Schönheiten im kleinen verlobten gehen : aber ich weiß auch daß vielen Leuten nichts daran gelegen seyn kan, sondern sie ge-; Arg haben, wenn sie diese berühmte Geister im ganzen kennen: und es wäre sehr zu wünschen, daß diejenige,, die uns dieselbige so sehr anpreisen, und ihre Schönheiten in besondern Werken zergliedern, Uebersezzungen lieferten, womit sie zwar den wenigsten.Kunstlichter Vergnügen, aber Den meiste» Liebhabern des GeschmakS unendliche Dienste leisten würderu Hat maw alsdeun noch einige wenig ausserordentliche Köpfe vor sich, die sich vorzüglich auf die schöne Wissenschaften legen wollen, undz hierzu das Aehörlge Genie haben, das bey einem Kunstrichter wenn er die Schriften der Ät- ten mit dem Geist lesen will , mit welchem sie geschrieben (inV, tben sowohl in einem hohen Grade erforderlich ist, als bcp demjenigen der selbst eign« Werke hervorzubringen gedenkt, so mache man sie mit allen Schäzzen der schönen Wissenlchafteu und Litteratur bekannt, führe sie insonderheit zp dea griechischen Onginnhen, und lasse sie alles lesen was die Kunstrichter bisher gutes und böses vorgebracht haben. Aber bey dem grösten Hausen der Studirenden sey man auf nichts weiter bedacht, als Liebhaber des guten Geschmaks zu bilden, und unterscheide dieselbigen jederzeit sehr sorgfältig von dem Kunstrichter oder von einem jeden andern Gelehrten der sich die schöne Wissenschaften zu seinem Hauptfach ersehn hat.
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> . .. . Einzelne Gedanken.
Witt man die Erkentlichkeit einer Person beurtheilen; so muß man darauf sehen, wie sie sich betragen nnirDe, wenn sie uns m einer gewissen Verlegenheit und Noch fände, und äusser Stande uns für die empsan. genen Gütigkeiten wieder gefällig zu erweisen. Denn wenn wir in glükli- chen Umstanden sind; so ist sehr zu befürchten, daß die Beweise derErkentlichkeit/ welche man bemüht ist uns sehen zu lassen, nichts anders sind, al< nur Mittel, deren sich der Eigennuz bedient um von uns neue WMaterr zu erkauffen.
Die Königin Straronice, die Gemahlin des AntiochuS Königs voa Sy neu hatte dem Clesides einem berühmten Mahler nicht die Achtung, und Ehre bewiesen, dir er von Ihr erwamre. Einige Zeit darauf hörte
sie,


