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Ich komme aufdiejenigen Personen, welche durch die Würkungschäd- icher Dünste des Athemholens beraubt, und in einen leblosscheinendea Zustand verletzt worden. Auch bei) diesen ereignet sich das Ersticken auf die beschriebene Werse. Die Werkzeuge der Respiration erleiden hier eben die widernatürlichen Veränderungen/ welche bey dem Ertrinken in ihnen vorgehen: die würkende Ursache derselben ist nur verschieden: denn was dort das in die Luftröhre eindringende Wasser vermochte, das bewürkt hier der schädliche Reitz der eingeahtmeten Dünste. Daß diese übrigens noch einen besondern schädlichen Einfluß auf die Nerven und das Gehirn unmittelbar äußern, habe ich oben schon gezeigt: gegenwärtig ist daher noch zu untersuchen, auf was Art sie die Ursache des Erstickens werden. Um die verschiedenen Gattungen dieser schädlichen Dünste mit einem Blicke zu übersehen, kann man sie, meines Erachtens, überhaupt in die faUnifcbm und ätherischen theilen. Unter die eine oder andere dieser Arten werden sich füglich alle die mannigfaltigen Gattungen von heftig reizenden Theilen bringen lassen, welche sich in einer verdorbenen Luft aufhalten, und beym Ein- athmen schädlich werden können. Zu den saKmschen nemlich hat man 1) die flüchtigen alkalischen zu rechnen, unter welche die Ausdüftunqen von faulenden Dingen, als von faulenden menschlichen Körpern, Thurm, sumvfichten Oertern, besonders unreinen lange verschlossenen Gewölben rc.2) die Dünste von saurer Art, wohin vorzüglich der Kohlendampf und andere schwefelichte Dämpfe, als von angedranntem Schwefel , zu zählen: zu den ätherischen hingegen rechne ich die Ausdünstungen von gährendem Most, vom Wein, von stark riechenden Blumen , Kräutern, Gewürzen,«, d. gl. denn so unschuldig auch diese, insbesondre dieletztern scheinen sollten, so hat man doch nicht wmiger von ihrer, als von aller übrigen heftigen Wür- kung die traurigsten Beyspiele, da z. E. Personen, die in einer engen Kammer geschlafen, wo man eine Menge frisch gesammleter starkriechender Blumen vor die Apotheke aufbewahrt, am Morgen todt im Bette gefunden worden. Eben dieses hat man ein ander mal vom Saffrane bemerkt. - Alle diese Dünste besitzen , wenn sie in einem eingeschloffenen Orte concenlrirt sind," das heißt, wenn die Luft, worin sie sich befinden, außerordentlich stark damit angesüllt ist, eine heftige reizende Kraft, welche, indem sie bcvm Einathmen auf die höchst empfindlichen Haute der Luftröhre winkt, denjenigen Krampf erregt, welchen ich eben beschrieben habe, wodurch anfänglich, so lange nemlich das Zusammenziehen der Luftröhrenöffnung und der BrustmEin noch geringe, das Achemholen beschwerlich gemacht.


