Ausgabe 
12.9.1769
 
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zza Giessische wochetttM^emekttttStzLge Anzeige»,

man alltNählig auflöst., imgleichen Effigmeth der mit Wasser verdünnet worden, welches heiß über Haselwurz oder Meerrettig gestanden und stark gezogen hat. Auch ist das Kizzeln des Schlundes mit dem Finger, oder mit einem in Oel getunkten Federbüschel, hier keimsroeges zu verwerfen, ein jeder weiß, rote schleunig es sonst seine Würkung thüt. - Wenn end­lich alle diese Mittel eine gute Stunde lang ununterbrochen, aber verge­bens , versucht worden, und die obgedachte Probe zeigte, daß die Brust' noch fest verschlossen sep; denn würde ich zu der Bronchotomie, oder der Oeffnung der Luftröhre von außen durch das Instrument schreiten. Diese, bekanntermaßen nicht im geringsten gefährliche Operation, die in allen Fällen unsere gewisseste Zuflucht bleibt, verschafft uns, statt der ver­schlossenen natürlichen Oeffnung, einen andern Weg vor die Luft, del-vor­erst hinlänglich ist. Deckers Methode, da man ein Trocar in die Luft­röhre stößt, und die Röhre des Instruments in der Wunde, zurück läßk, ist hier die vorzüglichste, weil man dadurch, wenn es nöthig , zugleich die Lunge einigemal bequem aufblasen kann. - Nunmehr wäre mein erster Endzweck, durch die Hergestelite Oeffnung der Luftröhre erreicht. Es seh nun, däß es mir geglückt, den natürlichen und allerdings weit vörzüglE- cheieli Weg wieder herzustellen, oder daß ich den künstlichen erwählen muf- ftn, so ist doch ein doppelter Fall möglich. Der erste ist der , da das Athemholen von stepen Skückön wieder angeht. Wäre dieses, so würde mir weiter nichts obliegen- als den Patienten durch innerliche und äußerli­che stärkende Arzneyen zu etguickeu, und die etwamgen Übeln Folgen der mit ihm vorgegangenen Veränderung dürch den, einige Tage fortgesetzten Gebrauch derselben zu verhüten. Der zweyte Fall ist der entgegengesetzte-: und hier ist der Ort, wo die reizenden Mittel statt finden , wo ihre An­wendung mit wahren und grossen Nutzen geschieht, wenn anders noch Le­ben im Körper vorhanden , und die Wiederherstellung irgend möglich ist. Unter diesen Bedingungen dringen wir durch ihre Hülfe daö Athemholen gewiß wieder im Gange, so wie wir die Bewegung einer abgelaufenen Pendüle wieder Herstellen, indem wir die Gewichte aufziehen, und der Un­ruhe ihren gehörigen Schwung wieder geben. Ich brauche die hieher ge­hörigen und schön oben erzählten Mittel hier riicbt zu wiederholen: nur die­ses wiederhole ich, daß das Tabacksclystier das würksamste darunter ifl; so roie in dem Fälle, da die Oeffnung der Luftröhre durch das Trocar ge­schehen müssen, das wiederholte Aufblasen der Lunge durch die Röhre dej- selbeti/ Nicht weniger als eins der wichtigsten HülfsmittU zu betrachten ist.

So