4Zo Grefsische wöchemllch-gemecnnötzrtze Anzetzm
Nur ein einziges Beyspiel anzuführen. Man platscht und stümpelt säst das ganze Jahr durch mit kleinen Nchen in den größten Gewässern, weil man glaubt, man könne das grosse Garn allein auf dem Eile ge- brauchen: nur wenn in einem W nter nicht haltbar genügsames Eis frieret, bleiben diefischreicheste Seen Jahre hinter einander mrgerutztt. Ich bin fast überzeuget, daß wenn man Balkenfiösse, oder zusammen gefugte Bretter, in Menge anbrächte, man könte die grösseste Seen, wenigstens zweymal im Jahre, mit grossem Vortbeile durch fischen.
Noch mehr: an dem Weltmeere stechen die Fijcher Ahle und andere Fische, so geschickt, und in solcher Menge, daß sieihren Lebensunterhalt davon haben. Wie viele müßige Stunden haben unsre Fischer nicht, darin sie sich auch zu diesem Handgriffe üben könnten? Kennten sie nur den Stand, und Leichort der Fische, wie sie ihn billig kennen sollten, so könte man ihnen leichtlich die Figur dieses Eisens und dieser Stangen, vermöge welcher man die Fische sticht, zeigen.
Ich füge eine besondere nützliche Entdeckung hinzu, die ist, daß man den Fang der Fische durch die Angel sehr vermehren könne. Ich verstehe hier nicht die kleine Angelruthe, damit man nur kleine Fische unter der obersten Flache des Wassers hervorrückt: nein , man hat vortheilbaftere Arten. Man hat in einer, drey bis vier Zoll langen Meßingbüchse,oder Cylinder, eine starke Zwirnschnur, und an derselben einen grossen Angelhaken, man last denselben mit einem gehörigen Köder, viele Klafter tiefins Wasser. Ich bin zur Lust in Gesellschaften gefahren, und mir haben viele Pfund schwere Hechte aufgezogen. Für diesen Wasserräuber ist dies Werkzeug besonders gefährlich.
Man hat diesem Gedanken weiter nachgesetzt , und hat sich in der Vorstellungskraft dergleichen Angeln als zusammengesetzt gebildet. Ich will dem geehrten Leser ein solches Bild entwerfen.
Man überrechnet in Gedanken die Breite einer Landsee, jetzt legt man ein Thau oder Sei! in dieselbe, welches den ganzen Raum überspannet. An diesem grossen Seile hangen beliebig viele Angelschnüre, senkrecht mit ihren Angeln herab. Man richtet sich auch hier nach der erforschten Tiefe des Wassers. Jetzt hat man, wenn man Abends das Seil eingefenkt har? in aller frühe Morgends die Angelschnüre aufzuziehen, und den durch das Anbeissen gefangenen Fisch abzunehmen. Für erfahrne Leser darf ich kaum erinnern, daß man Vas grosse Seil mit innerer Baumrinde? oder Pantoffelholj im Schwimmen erhält, und jede Stelle, wo eine Angel- schnür


