46 Gt'essische rvycheMLch--geimittttZtzige Anzeigm

Die Nachtigall/ und die Lerche. Eine Fabel.

In einem dichten Busch, nah bch der freyen Flur, Sah eine Nachtigall die Lerche sich erheben, Mit stets langsamern Flug, bald schien sie nur zu schwebenr, Ihr wirbelnder Gesang, ein Kunststük der Natur Erklang durchs'weite Feld. Gereizet durch ihr Singen, Schlug jezk, doch ohne sich der Lerche nach zu schwingen Die Tochter Pandions. Sie blikte kaum hervor.

Doch Wald, und Feld erklang. Der Vögel singend Chor Hört, schweigt, und wird gereizt durch göttlich schöne Lieder. Nun selbst durch sie gelokt löst sich die Lerche nieder Und höret am Gebüsch der Philomele zu. - K ..

So reizen Tugenden auf königlichen Thronen: So königlich sind sie, wenn sie in Hütten wohne«.

(Db der Eudwr'err durch den Winter zu bringen siehe / und </ davdu Samen zu ziehens

Um den Endivien durch zu wintern, daß man davon Samen erhalt, reiniget man im späten Herbst die dazu ausersehenen Stauden von alle« faulen und bereits angegangenen Blättern , pfianztt solche alsdenn in Blumentöpfe, die mit leichter, und nicht gar zu fetter Erde angefüllek sind. Wenn er Opfl.anzet^ streuet tndn weissen Sand auf Die Erde um die Pflan­zen, wodurch sie mchk trokken erhalten, und für FMniß bewahrt werden. Sind die Töpfe groß, so fan man z. biß 4. Pflanzen in einen Topf sez« zen, man stellet diese bepflanzten. Töpfe au die Luft, so langees wegen des Frostes geschehen kan, doch so , daß sie nicht vom Regen getroffen werden: man verwahret sie so viel möglich, für aller Feuchtigkeit, weil sie gar leicht faulen; sichet man aber, daß die Erde gar zu trokken wird, und die Stau­den anfangen welk zu werden, so machet man' zwischen den Pflanzen, und an dem Rande des Topfs einige Löcher mit dem Fmger, worinn man so viel 'Wasser giesset, daß sie sich wieder erhohlen können. Wenn es friert, ftzzet man die Töpfe in einen Keller, oder noch besser auf eine Kammer, pie lustig ist, wenn sie nur für den Frost verwahret werden. Wenn der. §rost vorbey ist, s^Men sie wiedet vor dös Fenster an die Lust gestelletr m Ausgang'des MW, oder Anfangedes Aprilmonats werden diese SMöm m den Garren verpflanzet. Wenn alsdenn noch starke Nacht­fröste