KMW
Sechstes Stuck.
Dienstags den 7ten Februar. 1765.
Mit Hochfärsil. Hessen Darmstaütlscher gnadrgsten Eclattbms^
Beschluß über die Harmonie der Religion mit den schönen Wissenschaften/ und den daher fliessenden Vorcher'--
' lenfürbeyde. !
Spenden Römer« will ich nur den Horaz nennen. Freunde und Ken- ner des Dichters werden durch die Oven dieses ihres Lieblings langst überzeugt seyn, wie hoch er die herrschende Religion seines Volks achtete, wie sicher und wie ruhig er unter dem Schuzze der Musen lebte. Aber nur der, der sich ihnen mit Hochachtung und Furcht vor den Güt- tern ergiebt, lebt ruhig und vergnügt unter ihrem Schuzze: ebeü dieses beweist er in einer fürtrestichen Ode. ♦ Warum ruft er / wamm rufen alle heidnischen Dichter, wenn sie singen wollen, eine Gottheit an , daß sie ihnen beysiche? Ein Poetischer Geist fühlt, daß sein Feuer vom Himmel strömt. Schon seine natürlichen Triebe hebe« ihn zu dem empor, von welchem er entsprungen ist, zu dem mrendlichen, der ihmneuesLeben, neue Starke giebt,' und ihy seines Ursprungs würdig macht.' Cicero behauptet daß kein Poet eist erhabenes und pokkkommne«
F Gedicht
* 5)itiv. Ode des in, Buchs. .


