Ausgabe 
4.7.1769
 
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daß eine Veränderung der Stelle von so vielen Meilen auf der Erde, m einer bekannten, und bestimmten Richtung, eine solche Verände­rung in der Stellung der Venus auf der Sonnenscheibe veranlasse. Mit diesen beyden Zaubersazzen wollen sie nun mittelst sehr genau­er mathematischer Operationen die wahre Entfernung von der Son­ne jur Erde, jur Venus und zu allen Planeten ausfinden, und es wird ihnen gelingen.

Deswegen haben sich denn auch die Astronomen nach den Oertern be­geben , die zur Beobachtung am vortheilhafsten sind. Und eS begeben sich mehrere dahin, und nach verschiedenen Oertern, damit wenn vielleichtNe- belwolken die Beobachtung des einen, unmöglich machten, der andre doch klaren Himmel hätte. Weil der jezzige Durchgang der. VenuS sehr merk­würdig war, und sie, wie Herr prirgree / Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Paris, in einem Memoire! bewiesen hat, allererst wieder im Monat Jumo des JahrS zmP unter eben so vorteilhaften Umständen durch die Sonne gehen wird : so ist die ganze Zunft der Astronomen in Bewegung gewesen, und in allen Landern, wo eine rage ist, haben sie auch Posten genommen und Wachen gehalten. Sie haben gehört, daß r. Hauptposten sind, einer in Norden, und der andere in Westen.. Den ersten haben die Russen, Schweden, und Dänen besezt, und den andern die Franzosen und Engelländer. Die russischen Astronomen, die sich noch durch verschiedene auswärtige Hülsstruppen verstärkt haben , sind in r Colonnen noch verschiedenen Gegenden dieses grossen Reichs, nach Solowezny, Kandatax, Kilderon, und Kola gegen Norden; nach Tobolsky, undJa- kutskoi gegen Morgen, und nach Orenburg und Astrakan gegen Mittag abgegangen. Die lezte Colonne ging nach Kola, den i^ten Febr. unter Anführung des Prof. Rumowsky von Petersburg. Die Schweden ha- den ihre Astronomen Friedrich Mallet, und LarS Hallenkreuz nach Lapp- mark geschikc. Von Dänischer Seite, observiren Professor Horeboe und Rektor Bützow zwischen Werdehuus und Drontheim, Professor Kra- zensiein in Drontheim, und der bekannte Pater Hell aus Wien in War- dchuus Zur Besejzung der westlichen Posten, sind von Engellanv Doktor Solander, Herr Banks, und Herr Grenn nach per Süd- fee , und von Frankreich der Abbe Chäppe d'Auteroche mit r. Spanischen Seeoffrciren Doz und Medina nach Californien abge- gangen: u. f- w.

Ddr Nach-