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chen. Dies war ganz natürlich. Denn ich kam von der Reise, und über- dem waren , wie ich schon erinnert habe, viele Frauenzimmer zugegen. Sie sprachen aber nicht so vom Wetter, wie es gewöhnlich geschieht. Dies thaten nur einige, d:e mich auch mit der aufrichtigsten Mine versicherten,^ daß eS regnete; welches ich um so viel eher glaubte, weil ich es eben empfunden harre. Andre drangen m die Natur. Sie erforschten , und können sie es sich vorstellen; sie weiten die Ursachen der nassen, und dabey kalten Witterung erforschen. Citirttn sie denn die Calender? - Werden sie fragen, nein! das Wetterglas? - Auch dieses mcht. Und worauf beriefen sie sich denn? Die Venus, sagte die schönste der Naturforscherinnen, ist durch die Sonne gegangen, und kurz vorher haben wir eine Sonnen- stnsternis gehabt, beydes kann eine Urlache seyn von dem grossen Abstand der jezzigen nassen und kalten , von derjenigen warmen und angenehmen Witterung, die wir schon gehabt haben. Es wurde noch weiter von dem Vorübergehen der Venus geredet. Fast alle wünschten auf dieser Reise ihre Freundin gesehen zu haben. Ich dachte aber dabey aufs neue an mein Versprechen; und eilte so ungeduldig , wie mein Fuhrman nach Hause. Hier haben Sie denn nun den anbefohlnen Auszug. ♦
„ Wir Astronomen stellen die Sonne im Centro, und lassen die Planeten um selbige herum gehen. Merkur ist ihr der nächste, dmn Venus/ denn unsre Erde; jenseits der Erde Mars/ 2faptter, Satur- nus. Hieraus folgt, daß Merkurrus und Venus die einzigen Planeten sind, die zwischen der Sonne, und der Erde eine Erscheinung machen können. Merkur geht alle 4 Monate zwischen ihnen durch, und Venus vhngefähr alle Monate. Der Mond geht nicht in der Gesellschaft der andern Planeten: er hat seinen Gang um die Erde, den er allein, und ohne Gesellschaft melancholisch hinwandelt. Wir haben also alle 4. Monate - einen Durchgang des Merkurs, und alle 19. Monate einen Durchgang der Venus durch die Sonne zubeobachtem? Ja das hätten wir, wenn unsre Erde allenthalben wäre; so aber haben wir es nicht. Meine Daphne! Stellen sie sich unfern ganzen Erdboden einmal als ein grosses Auge vor, oder, wenn sie sich ein so grosses Auge nicht vorstellen mögen: so denken sie sich ihn voll Amors, die Mann an Mann stehen, und in die Sonne sehen, oder ihre Pfeile darin eintauchen. Wenn Merkur und Venus bey ihrem Durchgänge in diesem Strich von AmorSblikken kortinien, oder diese Pfei-
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