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Nachricht von einigen besonder« Zufällen der Rühe»

Man hat aus der täglichen Erfahrung daß ost, ohne eben dieserwegen eine Hexerey oder Bezauberung anzunehmen, von dem allerbesten und fettesten Rahme in zwey drey und mehrmalen Buttern keine Butter wird, und wenn man sich damit auch die ersinnlichstr Mühe gibt. Man sichet, daß bald dieser bald jener Kuh, bald allen Kühen zusammen, bey einerlei Fut­ter, wenn sie auch nicht aus dem Stalle kommen, die Eyter schwähren, und gross Knaulen daran entstehen. Man weis, daß ost die Kühe Blut melken und andre noch gefährlichere Zufalle darzu kommen. Alles dieses aber ist nicht hinlänglich, nach vieler Wnber und Mägde Gebrauch, gleich diejenige Hexe oder Zauberin in ihren Gedanken aufzusuchen, welche ihnen den Seegen ihres Butterfasses auf die Art entzogen. Es sind diese Zufälle zwar eine sichere Anzeige einer verderbten Viehnutzung, aber den Teuft! gleich mit ins Spiel zu ziehen, ist wohl zu voreilig. So viel ist gewiß, daß alle diese Zufälle Anzeigen einer vorhandenen giftigen Materie sind, de­nen man auf alle mögliche Art ein Gegengift entgegen setzen muß, und ge­genwärtiges wird wegen seiner vortrefiichen Wirkung bey allen und jeden Beifall finden. Es bestehet aus folgenden Kräutern: Dorant, Dosten, Pabey, jedes vor i fr., und Teuftlsoreck vor 6 Heller. Diese SpecieS thut man in einen Topf mit Kohlen, stürzet das Butterfaß darüber, lasset es eine Zeitlang ausrauchern, brennet dieses hernach mit heissem Wasser wieder aus, und schüttet alsdann den Rahm oder die Sane hinein, so wird man in kurzer Zeit die beste Butter machen können. Es müssen aber mit eben diesen Speciebus die Kühe selbst auch berauchert werden, da sich denn bald alle Knaulen, Geschwulst und Geschwüre so wohl als alle na­türliche Hexereyen verlieren werden.

N a cb r i cb t.

Weil das halbe Jahr mit dem Junius zu Ende gehet, so werden die Herrn Liebhaber unserer Blätter geziemend ersucht, auf das künftige halbe Jahr mit Anfang Julii die Vorauszahlung mit einem Reichsthaler gütigst Franco einzusenden. Man kann auch nach Verlangen mit denen bereits von Anfang dieses Jahres herausgekommenen Stücken dienen, welche denen Herren Prännmeranten für i. fl. erlassen werden, und kan man sich jedes Otts bey ihm iödl. Post Aenrtem melden.

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