und Nachrichten. 307
des menschlichen Verstandes wäre? So hatte ihr Streit auf einmal ein Ende. Und so viel uns düncket, würde der Herr Pfarrer nicht unerkent- lief) seyn.
Nota. Seit einiger Zeit find sehr viel unerhebliche Briefe an unS eingclaufen, die wir weder in die Lnzeigen einkücken lassen, noch beantworten tonten. Wir würden mit dem gegenwärtigen Brief eben so verfahren seyn, wann er uns nicht eine Gelegenheit seyn sollte, unfern fieisigen Herrn Correspon- denten die fceundschafftliche Erinnerung zu geben, daß sie uns in Zukunft mit wichtiger» Angelegenheiten unterhalten mögten.
Em in hiesiger Sradt neu angekommener Pariser Galanterien Händler/ hae folgende waaren zu verkaufen:
Eine neue Erfindung von Stöcken vor das Frauenzimmer, womit sie des Nachts auf dem schlechtesten Pflaster sehr bequem gehen können.
Eine sehr bequeme Art von Englischer FrauenzimmerHüthe, vermög welchen man sie weder bey Mondschein noch bey dem Lichte der Laternen erkennen kan.
Eine neue Art von Bandagen, wodurch man nicht nur die ungestalte- ste Taille, sondern auch die Vollfüffe vertreiben kan. Das Band wird nur allein bezahlet, aber das Binden thue ich nach Beschaffenheit der Leibesumstände umsonst.
Eine schöne Art von Schuhen worinn nicht nur der dickste Fuß sehr klein scheinet, sondern womit man auch durch eine sehr Künstlich angebrachte StahlFeder in Compagnien eine sehr galante Bewegung mit den Füffm n«ch Belieben machen kan.
Die neueste Art von Pariser Schönpflästergen. Sie sind von Emaille gemacht, und stellen allerhand Arten von mathematischen Figuren vor, wodurch die Gesichter des Frauenzimmers ein ganz ungemeines Ansehen bekommen.
Eine sehr" bequeme Art von Porzellanerner Frauenzimmer NachtHau- ben, wodurch die künstlichste Frisur auf das beste erhalten wird.
Sehr fein gearbeitete Sonnenschirme von Meerschaum mit erhabenen Figuren, mit Silber oder Gold eingelegt. T
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