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kann. So bald er etwas feste geworden, und mau mit der Kelle alle Ungleichheiten geebnet hat, untersucht man , ob derselbe fest genug ist und ob er nicht, wenn man ihn mit den Fingern drückt, ein wenig nachgiebt. Nachdem leget man seine auf grob Papier gemachte Zeichnung an, und fahrt mit einer Spitze über die äusserste Zeich­nung des Papiers, so, daß wenn man solches wegnimmt, man alle Umrisse auf dem Anwurf deutlich sehen könne. Ehe man zu mahlen anfangt, muß man alle Farben in irrdenen Gefässen zu bereiten, und sie, da man solche auf Platten von Gyps, Kalck oder Ziegelsteinen, welche die Feuchtigkeit gleich an sich ziehen, eben so wie in der Wassermahlerey trocknen lässet, versuchen. Alle Farben, welche nicht aus Erde bestehen, können zu dieser Arbeit nicht gebraucht werden, weil das Salz des Kalckes die Farben welche aus dem Pflanzen und Mineral Reich kommen, verän­dert. Selbst die Erdfarben müssen von trockener Natur, und wenn es möglich ist von gestossenen Steinen oder Marmor seyn, damit sie eine Art colorirten Mörtels ausmachen. Die Farben, welche man braucht sind das Weise, welches aus Kalck so ein Jahr vorhero ist gelöschet worden , bestehet. Man löset ihn in reinem Wasser auf, läßt ihn durch ein dichtes Sieb laufen und sich auf dem Boden eines Gefases setzen, das obenstehende Wasser wird abgcschüttet und man bewah­ret den Satz vor Staub. Das Eyerschalen weiß ist trefflich zu dieser Mahlerey. Um es recht schön weiß zu machen, pulvert man es, und laßt solches mit ein wenig Kalck kochen: man schäumet das Wasser wohl ab und gieset nach diesem alles in reines und kaltes Wasser, in welchem, wenn sie wohl gewaschen worden, man sie mit frischem Wasser an macht, und wieder so lange wascht bis sie rein werden. Man reibt sie nach diesem auf einem Steine zu Pulver und macht kleine Stucke daraus welche man zur Arbeit aufhebt, sie dürffen aber in kein verschlossenes Gefast aethan werden, sonst würden sie verderben. Der feine Marmorstaub wird mit Kalck weiß vermischt um ihn dichter zu machen. Die Erfahrung lehret die Pro­portion der Vermischung. Einige nehmen von beyden Theilen gleich viel. Manch­mal ist ein Viertel RarmorStaub genug, weil allzuviel hiervon das Weise schmu­tzig macht. Die Büre des Weisen hanget von der Beschaffenheit des Kalckes ab. Der Ocker so wohl roh als gebrannt ist sehr gut. Er wird mit Kalck weiß versetzt wann man ihn hell machen will. Das englische Roth, die rothe Kreide und Umbra so wohl natürlich als gebrannt sind ebenfalls dienlich. Der Zinnober ob er gleich ein Mineral ist, kann dennoch gebraucht werden, wenn er auf folgende Art zube- reitet wird. Thut feinen Zinnober in ein irdenes Gefäß, und giesset Kalcrwasser, das noch von dem Aufsieden des Kalcks heiß ist, darüber; Nehmet das klarste und rcineste davon. Schüttet nach diesem das Kalckwasser ab, ohne den Zmnober aufzurühren, und giesset noch verschiedenemal dergleichen Wasser darüber,^nachdem ihr jedesmal das erstere abgegossen habet. Die Schmälte und der LasurStern ge­pulvert bestehen wohl in der Luft und in dem Regen. Diese Farben sind beson­ders in Landschaften gut. Die gemeine Erde von Verona ist eine der besten gres- co Farben, Cöllnische Erde, Römische ingleichen , die Deutsche schwartze Erde find rbenfals gut

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