404 Gresische wöchentlich - gemeümützige Anzeigen
Oesters nehme» sie zu Pftopfstämmen die Ausschläge aus ben Wurzeln Der Obstbäume, welche aber insgemein nicht ß> gute Wurzeln habe», und keine so tüchtige und dauerhafte Bäume geben, als die Stämme, die aus Kernen und Steinen gewachsen sind. Von den Baumhändlern werden bisweilen aus Versehen, meistentheils aber mit Fleis vor diejenigen Arten -Obstbäume, die man begehret, andere und schlechtere Arten ausgegeben und verkauft. Solcher verdrießlichen Dinge und Betriegercyen, die man Key dem Kaufen der Stämme erlebet, überhoben zu seyn, und um gute junge Baume nach Verlangen zu haben, ist kein besserer Rath, als'daß man sie selbst ziehe, oder welches eben so viel ist, eine eigene Baumschule habe, woraus man so wohl einen Obstgarten bepflanzen, als auch den Abgang in demselben füglich ersetzen kann. Von der Baumschule ist also das nöthige vorzubringen.
Zu derselben, worunter das Saatbeet und die Pflanzschule begriffen sind, ist ein Ort zu erwählen , dahin Luft und Sonne frey kommen können, wo sich eine zu Obstbäumen dienliche und frische Erde befindet, und welcher m dem Baumgarten selbst, in den die Bäume gepflanzet werden sollen, oder doch in einer Gegend, in welcher von dem Boden desselben das Erdreich nicht gar merklich unterschieden ist, lieget: denn je gleicher der Boden, worin die junge Stämme gezogen werden, demjenigen ist, in welchen man sie fetzen will, desto besser gcrathen sie in diesem.
Der zum Saatbette bestimmte Ort wird im Sommer anderthalb Schuhe tief gegraben, und zwar so, daß die oberste Erde untenhin komme, und die Schollen wohl zertheilet werden. Ihn drey Schuhe tief zu rigolen , ist für junge Bäume die versetzt werden und nicht tief wurzeln sollen, zu viel. Zu "Anfang des Herbstes grabet man den Platz nochmals spaten- titt um , macht den Boden ganz fein und locker, und reiniget ihn von allen Wurzeln des Grases und Unkrautes. Bey einer solchen Zubereitung einer wichen Erde ist das Düngen, welches verschiedene Gartenbücher bey Anlegung der Saatbeete erfordern , nicht allein weht nötbig, sondern auch wegen der Fettigkeit, der Würmer und des Unkrautes, die es verursachen wurde, in einer Baumschule überhaupt schädlich.
In dem November und December werden gute Kerne und Steine, dre man m eben demselben Jahre gesammelt, und in trockenem Sande auf- vehalten hat, in zwey bis drey Zoll tiefe, und acht Zoll von einander entfernte Gräbchen, nämlich eine jede Gattung in besondere, mit dem San- dr dumr gestreuet, und nur einen Zoll hoch mit leichter, lockerer
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