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und Nachrichten.
fle haben also einen Fehler begangen, die zuerst angefangen Haben, die Kuffen tnofcowiten zu nennen. Da aber diese Benennung, seit ekk- chen Jahrhunderten, dermassen gebräuchlich geworden, daß, ausserhalb Rußland, beide Benennungen vor ganz gleichgeltend gehalten werden : so schläqec hier die Regel ein ; verba valent ficut nummi. 9benn man ji Ländern die von Rußland entfernet sind, heutiges Tages saget, dle moi'coiviten:fo verstehet niemand bloS die Einwohner der Stad Moscau darunter, sondern die Russen überhaupt. Und selbst der Kahme Moscs« xwten ist niemahlS in die Stadt Mloftau eingeschloffen gewesen. Der Berstand der Wörter muß aus dem Gebrauch derselben erklahrtt werden. Wenn ein Wort durch den öffteren Gebrauch, nach und nach, einen anderen Verstand bekommen hat, als es ursprünglich gehabt hat: so begehe ich keinen Fehler, wenn ich es in dem gewöhnlichen Gebrauch ebenMS brauche In fernen Landen verstehet man z. E. unter einem Darmstadter, nicht ein Darmstädter Stadt-Kind, sondern einen Unterthan des Herrn Landarafens von Hessen - Darmstadt, oder einen, der aus Höchstdero- selben Landen gebürtig ist. Wir hier zu Land, verstehen unter den Hannoveranern nicht die Stadt-Kinder aus Hannover, sondern die Unter« thanen des Churfürstens von Hannover. Selbst die Benennung: Lhurfürst von Hannover, ist uneigentlich, (wie denn auch ehemahls hSr aefcbmdblet worden ist,) aber weil der Chmsurstin Hannover residirete^ so ist sie entstanden, und ist jetzo, selbst in Staats- Schnfften, aebrduchlid). Man saget öffter: das Lhurfükstenkhum Hannover, . <i Dli- t?inwl>s>ner der 05rdffcbnfft SdVrt*
unfcbtveict-.jLuneburg. Die Einwohner der GraffchafftSapn« Aleenkircken verstehet man, im weitläustigen Verstand, auch unter den Anspach^n. Dergleichen Benennungen sind, sonderlich zu Kriegs Zei- wn, sehr gebräuchlich. Bey der aUiirten Armee machten die tymtt«w raner und di- Braunschweiger einen überaus beträchtlichen Thest aus, obgleich die allerwenigsten aus Hannover und aus Braunschweig gebürtig gewesen. Unter den Preussen wurden alle Soldaten, die dem König von Preussen zugehSreten, verstanden. Das Herzogthum wmcem- berrr bat seinen Nahmen von dem Schloß wurtemberg bekonuuen, welche« bis in das i4te Jahrhundert die Residenz der Grasen von wur« tembetg gewesen. Nunmehro wird ein jeder Einwohner des Herzog khums, ein Würkemberger genennet. Eben so verhalt es sch mit bem Ursvrung der Namen, nicht aller, aber doch der mehresten, ^urftentljumer und Grasschafften des Leurschen Reichs. Die Angeln waren vim de-


