Gr'esisthe wöchentlich-- gcmemnütztze Anzetzett
Andre Leute,, die uns nach unserm Endzweck beurtheileu, würden uns mie Recht tadeln, wenn- wir dergleichen Nachfragen keinen Platz in unserm Blatt erlaubten. Er will die Nachrichten von den gebohrnen und verstorbenen in unserer Stadt, von den Veränderungen in einheimischen und auswärtigen Bedienungen nicht leiden. Aber wir würden die Helftt unsrer Leser verlieren, wann wir diese Nachrichten aus unsern Anzeigen verbannten. Kan er uns dieses zumuthen? Schreiben wir dann blos für ihn? Er will moralische Abhandlungen, er will Gedichte, er will Satiren lesen. Welche Forderung! Er gestehet selbst, daß er sie gelesen hat. Was wist er dann mehr? Er will die Narren gezüchtigt haben. Und wir haben sie schon hin und wieder in unsern Gedichte!', ge-züchtigt.. Wir geben ihm zu,- daß es überall Narren giebt. Vielleicht- hat er arrch den Beweis dieses- Satzes mehr aus einem innerlichen Gefühl, als auö tüchtigen Gründen gezogen. Wr halten es- auch für unsere Pflicht, die Thoren durch Satiren zu-bessern Die Folge der Zeit sost entscheiden, ob wir dieser Pflicht ein kluges Genüge gethan haben.
Unsre Leser werden uns diese Eontrovers vergeben. Wir sind- gewiß, dass jeder unpartheyische Beurtheiler die Unbilligkeit 'in den Vorwürfen des- Herrn Ego erkennen, und uns das Zeugnis geben wird , daß unsre bisherige Arbeiten nicht mit unsim Absichten streiten. - -
Zur Nachricht (die wöchig ist)
Die Ausgabe Nro. 2. im sechsten Stücke der Giesischen Anzeigen r Wie sind die von der Französischen Uiberschwemmung verdorbene Gieser Wiesen dermalen zu bearbeiten, damit sie nächstkünftigen Sommer wieder wohl benutzet werden können? läßt sich schon auflösin, wann erst einmal die Wleseck und alle alte Graben auf und an den Wiesen, durch welche das übei fluffige Wasser von diesin vormals so gut abzog, die aber ietzo rheils verschlämmet, tIM sogar mit Erde angefüllet sind, tüchtig geraumst und in den vorigen (Ltand mit Fleis gesetzt worden.: Denn eher ist wohl nichts mit Bestand vorzunehmen, und wie könnte man Wiesen, woraus das Wasser stehen bleibet, bearbeiten nnd recht bennW5
Verord-


