So Giesische vaöchemüch-- gemeümutzige Anzeigen
eS vor wenig Tagen sey aufgeschlossen ^gemeßen, hadt er befohlen den Schranck auffzubrechen, hadt der LandCommenthur den Schlüssel alsobaldt langen lassen, darauf ist das Haupt heralwgclangct, auf welchem ist gewe- ßen eine güldene Kron vber vier hundert vnd funfftzig gold fl. wehrt, welche St. Elisabethen von Henrico dem Römischen Keyser (Ain von Frideri- co 2->) verehrt worden. Solches alleß hadt der Fürst mit sich auff das Schloß genommen, aber baldt hernacher allen Gesckmuck sampt dcr Kronen wiederumb herabgeschickt vnd dem LandtCommentur zustcllen lassen, die Gebein aber heimblich daß niemandt außerhalb zwcper Persohnen gewußt zu Verhütung fernerer Superüition begraben lassen rc.
Satire an einen Freund, der den Dichter aufforderte Satiren zu schreiben, von einem Mitglied der teutschen Gesellschaft.
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Difficile eft fatiram non fcribere*
SWEN.
Umsonst versuchst du mich. Zu schadenden Satiren - Wird auch dein feinstes Lob nie meinen Stolz verführen. Des Lasters Bogen wird durch kein Gelächter schlaff;
Der Pfeil trifft immer noch, der Juvenalen traff.
Der lachende Horaz blieb von Gefahren steyer;
Doch war auch ein August der SchutzGott seiner Leyer.
Mich aber schützt kein Fürst, mich locket kein Mäcen Auf Spuren einer Bahn, die selten rückwärts gehn.
Die Thoren zählst du nicht, die unsre Welt bewohnen. Ach viele tragen gar statt NarrenKappen Kronen, Und manche, die so kühn des Weisen Thaten schmähn, Sind nur vom Tollhaus frey, weil sie in Silber gehn. Wollt ich aus Ehrfurcht dann nach niedren Gecken zielen: So könnte meinen Streich ein Narr von Adel fühlen; So möchte heut mein Witz der Thorheit Geissel seyn, Und morgen müßt ich ihn vielleicht am Rad bereun.
Nein, Freund, laß mich vergnügt, laß Thoren Thoren bleiben! Mrull mag immerhin vor KaufmannöBuden schreiben,
EtpM


