und Nachrichten. rar
den Inhalt dieser in der That aus mehr als einer Ursache merkwürdigen und vortreflichen Rede, näher arrzuzeiKn im Stande waren.
Emen fetten Steinl^itt zu machen hat als einen besonhcrn IMtt die Steine fest aneinander zu fügen, ein guter Freund folgenden Protest davon eingefand:
Man tlfut den aus dem Ofen kommenden Kalck in em steinern Be- hältniß, wo er nach einiger Zeit in feinen Staub zergeht, diesen vermischet man mit gutem Cement oder reinen Sand der durchs HaarSieb gemmget worden, und gieset hernach Nußöl, Nelken oder Leinoel, oder ein ander trokendes Oel darüber. Das vornehmste ist, daß diese Art Mörtel oder Speise in einem hölzernen oder steinernen Gefäse recht eingerühret werde ; welches mit einem Rühreisen geschiehst, das mit einem langen Stiel Verse» hen ist. Willman nun diesen Steinkitt gebrauchen, so machet man die Fugen vorher recht rein, und bestreichet sie mit einem in Oel getauchten Pinsel, hernach schmieret man den Kitt mit einer kleinen Mauerkelle oder mit einer Messerklinge genau hinein, wie es die Glaser mit den Fenster Scheiben machen. Man könte auch ohne viele Kosten ihren Kitt gebrauchen, der aus Bleyweis und Leinoel gemacht wird, wenn man nur darauf stehet, daß man, wie zu dem vorher angezeigten Kitt ein trokenes und warmes Wetter wählet.
Wann man harzigten Steinkitt machen will, so lasset man in einem eisernen grosen Kessel zwey Theile Harz, ein Theil schwarzes Pech und ein HW Theil Jnschlicht zergehen und untereinander kochen. Hierauf thut man trokenen und durchgestchteten Cement oder Sand hinein, damit der Kitt dick werde. Wenn er noch zu fett ist, so thut man mehr Harz hinzu; ist er zu troken, so wirft man noch etwas Jnschlit und ein wenig schwarzes Pech hinein.
Die Art wie man diesen Kitt gebrauchet bestehet darin, daß man ihn ganz heiß und geschmolzen in die Fugen gieset, und ihn hernach an der Oberfläche mit einem heilen Eissen glättet, das mit dem Blegeieism eine Aehnlichkeit hat, welches die Schneider zu ihren Rächen gebrauchen.
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