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trocken wird daß man ihn säen kann, doch darf er nicht länger als eine Nacht liegen , indem er sonst gar leicht verderben kan.

. ■ 2) Entwurf zu einer WetterCasse. Der ganze Vorschlag scheinet von den bekannten Brand- und WittweCassen entlehnet zu seyn. Er,ge­het kürzlich dahin: daß denen, so durch Wetter auf ihren Feldern Scha­den erlitten, ein Theil dess.lben ersetzet werde, diese Schadloshaltung soll sich auf die blosen Wetterschäden nicht aber auf den Mißwachs erstrecken. Dann ist solcher allgemein, so leidet die ganze Gegend darunter, folglich müßten diejenigen selbst contribuiren die den Schaden erlitten haben. Ist es aber ein ParticulairMißwachs, so würde es nur kostbahre Untersuchun­gen und Streitigkeiten veranlassen, ob der Mißwachs nicht von der üblen Bestellung der Landwirthe herrühre. Das Directorium darüber könte man am füglichsten der Obrigkeit übertragen. Der Beitrag müste nicht in baa- rem Gelde, sondern in Getraide bestehen. Die Contribuenten müßten bloß aus den Besitzern erwählet werden, die Quantität des Beitrags müßte auf eine bequeme Proportion gesetzet werden, u. s. f. In dem 8fen Stück der Leipzig, öconom. Nachrichten wird dieser Entwurf noch ausführlicher beschrie­ben. Die Absicht desselben scheinet sehr löblich und patriotisch zu seyn, und es ist kein "Zweifel, daß dadurch manchem armen Bauersmann geholfen, unzählige SteuerReste so wohl als Streitigkeiten zwischen Eigenthums- Herren mW Pachtern vermieden, der Ackerbau nicht wenig befördert, mW viele andre spriesliche Vortheile geschöpffet werden tönten.

Mittel für bett Grind und Schäbigkeit der Schafe.

Menn die Schafe räudig und schäbig sind oder den Schürf haben, so kratzen sie mit denen Füsten, und reiben sich an denen Wänden und Baumen, netschen mit dem Maule an demselben Orte und pfiücken da­selbst die Wolle aus, welche ganz röthlich scheinet; So bald man dieses an einem oder andern Stück merket, so ist die grölte Behutsamkeit nöthig, weil es sonst im ganz eigentlichen Verstände heisset: ein einziges räudig es Schaf verdirbt den ganzen Stall. Man muß das räudige Stück al!o- balo von denen andern absondern, und wenn der Scharf schon stark über­hand genommen, so ist damit nicht nur gar nichts zu thun, sondern man muß auch befürchten, daß die übrige Heerde schon angesteckt ist, und im Frühling fallen wird. Jedoch trägt es sich auch offt zu, daß die Schafe,

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