Ausgabe 
4.9.1764
 
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284 Giesische wochemlrch^ KemeittttZtzrge Attzeigen

W-inEW, gestossenen Pfeffer, Saltz, und zerquetschten Knoblauch unter einander. Alsdann wird ferner genommen zur Handvoll, ein Drit­theil Roßmann, ein Drittel Salbey und ein Dritte! Zwiebelkraut, druk- ket solches in obbemeldeten zubereiteten Essig und reibet damit die Zunge und Schlund des kranken Viehes, nachhero nkmt man auch noch ein Stück ScharlachTuch, drucket es in obbemeldeten präparirten Essig und reibet wiederum den Schlund und die Zunge des Viehes mit jedem, so wohl der Krauter als Scharlachen Tuches zweymal des Tages, bis zur völligen Genesung. Um das gesunde Vieh vor diesem Ucbel zu bewahren nimt man Scharlachen Tuch, tunckets in den obbemeldeten zubereiteten Essig, und reibet dem Viehe die Zunge und Schlund einmahl des Tages damit.

Herr von Fischer, gewesener LeibArzt bey der Ruffschen Kayserm Anna, giebt folgende Mittel in dieser RindviehKranckhcit an: Wenn man lm Maule und Rachen Blasen und Geschwüre im Entstehen wahrnimmt, so muß man sie. bald aufstechen, und mit Honig, Aloe, Myrrhen und Gentianwurzel bereiben, oder mit EM, in welchem Grünspan gekocht worden,^oder mit dem blauen-Vitriol. Bürstet auch mit solchem EM bis in den Schlund hinein, und giesset Bier und Honig nach. Die dem Vie­he solche Hülfe thun, müssen den Athem wohl an sich halten, und Hand­schuhe anziehen; weil so wohl die Einathmung des Gcstancks der Geschwü­re, als die Berührung derselben mit Hofer Hand schlimme Zufälle und Karbunckeln zu erregen fähig sind.

Rächsel.

Ein etwas, das die gröste Freude empfindet, wenn es ins Daseyn kommt, und das empfindlichste Mißvergnügen wenn seine Dauer zu Ende gehet. Ein etwas, das bald nach seiner Geburt verachtet, und auf man­cherlei) Art beschimpft wird; immer aber desto mehr Achtung bekommt, je hö­here Stufen in seiner Existenz es erreicht. Ein etwas, das zu einem edlen Endzweck bestimmt ist, den es zuweilen vollkommen erreicht, zuweilen nur wenig, oft gar nicht erfüllt. Ein etwas, das den Gram fast nicht kennt, dem Mangel und Zwang unerträglich sind; das von einem gewissen andern Wesen meistentherls so genau abhängt, daß es seinem völligen Untergang nahe ist, wenn ihm dieses seine Einflüsse entzieht. Ein etwas, das, wenn es entweder zornig oder ausschweifend vergnügt ist, eine gewisse besondere, und