r8o Gresische wöchentlich -- gemeinnützige Anzeigen tor diesen Streit zu entscheiden gnädigst geruhet haben ? Und wir wollen erweisen, daß die gnädigste Entscheidung diese sey:
Die Universität Giessen hat in cauflis acadejnicorum realibus concurrentem iurisdictionem cum foro rei fitae, nicht aber privative; sie könte dann das letztere fp^cialiter von der Universität Marburg beybringen und darthun.
Um die Sache am deutlichsten vorzustcllen , will ich die Worte der gnädigsten decifion nochmals wiederholen, und meine Erläuterung einschalten.
Ratione aciionum realium, (nemlich, Ob darin die Universität alleiniger iudex competens sey? Denn hierin bestand der ftarus conrroverfiae.) L§. iz. is.) als worrn nicht so wohl die Person, als res ipfa in iu- gezogen wird/ (dies sind die principia des iuris romani, oder, wie es in der Folge genannt wird, ordinarii) lassen wir so viel Unserer RrofcJJörum und anderer ciimim academicorum eigene ohnbewegliche Güther anl»elangt, zumahl quoad onera & tributa, Wir es fordcrist bey dem erweislichen Herkommen (daß die Universität in caullis res- libus die Gerichtsbarkeit ausgeübet habe, und in so fern ein Herkommen vorhanden sey, wurde gar nicht disputiret, (§. 13. i f.) und der vorhandenen Fälle waren gar zu viel. (§.n.) Nur kam es auf ein Herkommen wegen der asserirten privativen Gerichtsbarkeit in realibus an) so dann infub- fidium bey denen principiis iuris ordinarii, nach welchen auch Geiste Liche und andere dergleichen Personen, ob sie schon sonst ihre iu- dicia prwdegiata haben / in foro rei fitae sich dannoch einzulassen schuldig seyn, so mehr bewenden. (Unter denen principiis iuris ordinär» kan nicht das ius canonicum verstanden werden, weil solches auch in cauffis clcricorum realibus die iurisdictionem iudicis fecularis aus- schliesset; (§. s.) sondern es ist das ius romanum unleugbar darunter zu verstehen. Was verordnet aber dieses? Ich antworte, das, was Schürer behauptet hat(§ 6.), nemlich daß, weil in adionibus realibus nicht so wohl die Person, als res ipfa in iudicium gezogen wird / ein Kläger die Waht habe, ob er adionem realem in foro domicilii, dessen Stelle das fbrum privilegiatum e. g. academicum vertritt, oder in foro rei litae anstellen will. Cocceii in di ff. de fundata in territorio & plurium lo- corum concurrenre iurisdidione» tir. 4. $. Ueberdies heisset es nur:
in foro rei fitae sich dannoch einzulassen schuldig seyn; nicht aber: in foro reifitae einzig und allein nur können belangt werden. Gewiß, wenn der Universität die Gerichtsbarkeit in realibus hätte abgesprochen


