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Bey dem Anfang des vorigen Jahres traff zwar nach den Statutes! der Universität die Reihe den damaligen ordentlichen Lehrer der Arzneywis- ftnschaft Herrn Dr- Voigt, die Würde eines Rcttoris Magmßci zu über» nehmen. Tbeil aber derskbe durch einen ganz unvermuthetenTod, kurz nach dem Eintritt des neuen Jahres aus der Welt abgefordert wurde: fb- vbertrug der Academische Senat die Scepter Herrn Ludwig Gottfried mögen / der Rechten Doctorn, und der Geschichte ordentlichen, öffentli­chen Lehrer,, wie auch HochgraflichLeiningrschen Hosrath.

Im Monat May verteidigte unter dem Vsrfitz des Hm« Prof, und Doct. Alefelds, Herr Cark Philipp Brückurann , von Braubach, feine Medicimsch- Chirrrrgrsche JnauguralDiffekkation: de aneurifmate arteriae cnirahs in carnlaginem & os mmato; und erhielt,nach dem er die Übtt- gen Examina gehörig ausgestanden hatte , aus den Händm seines. Herrn Vorsitzers, als Deeani der medicinischen Facultät, den DottorHut-

In eben diesem Monat langte der Herr Professor, Dr. Johann Ste- phan Müller/ welcher von unserm gnädigsten LandesHerrn von der Uni versität Jena hierher als Prof ihcok ordiu. ter Eins und VesperPrediger wäre berufen worden, bey uns aik Sein Academisches ordentliches Lehr» Amt der Gottesgclahrtheik tratte er mit einer sehr wohlgesetzten Rede feyerlich an. In derselben handelte er zwar keine besondere Materie ab; er redete aber eben so gründlich, als angenehm von dem Recht die Theologie zu keh^ ten, und von den vornehmsten Theologen, die bisher auf unserm Musen sitz öffentlich gelehrt Haben. Insonderheit sprach er von seinem Beruf nach Giesen, und von der Verwaltung des ihm gnadigst übertragenen Lehr» amts. Das Programma, wodurch der dißjährige Herr Rector die An- ttittsrede verkündigte, und dazu einlude, handelt von der Lage des Bergs Taunus.

Am et-sten Julius bezog der academische Senat unser Collegium, wel­ches seit mehr als vier Jahren zu einem Französischen Hospital hatte dienen muffen, nachdem es gereinigt, und die nötigsten Zinrmer zu ihrem Ge­brauch waren hergesteSt worden, zum ersten mal wieder. Der Herr Re­ctor MagnificuS hielt unter einer abwechselnden Musik seine Rede, die gleichsam in drey Theile eingetheilt war. Im ersten Theil dankte erGOtt> ülS dem höchsten Friedensstifter, vor den geschenkte Frieden, und vor die

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