Ausgabe 
22.10.1776
 
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Giesser Wochcnvlatk.

Drcy und Vierzigßes Stück.

Dienstags den rr. Octobr. 1776. . -_________________________________________________________

Mit Hüchsürstl. Hessen Larnlikädkifchcr gndoimhr Griaubnlß. ----- --

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Nachricht vsn einer neuen Ansgabe meiner Uebersetzung des

Neuen Testaments.

im Jahr 177?. veranstaltete und bereits vergrifne Uebersetzung deS Neuen Testaments ist von Feinden und Freunden aufs mindest« * für die lichtvolleste und deutlichste unter den bisherigen erkennt wor­den. Man hat ihr verschiedene andere Verdienste bald zu bald abgelpro- eben. Man hat übertrieben gelobt und übertrieben getadelt. Aber unzäh­lige, Hohe und Niedere, haben mir bey allen Merkmalen menschlicher Schwachheit die diese Arbeit an sich tragt, doch für das Licht gedankt, welches ich ihnen in den dunkelsten Stellen des Nuen Testamente angr- zünvet habe. Und ich weiß es aus unverdächtigen Zeugnissen, daß manche, die vorher keinen Geschmack am Bibellesen fanden, das Neue Testament mit Vergnügen gelesen haben, seitdem sie gesehen, daß sie es, vermittelst meiner Uebersetzung, ohne Commentar verliehen und sich durchaus erbauen konnten.

Also sagt, Zeitgenossen ob man es nicht der Muhe werth halten darf, ein Buch, das für so viele Menschen, an sich betrachtet, das Interessante­ste auf der Welt, in seiner Dollmetschung so viel möglich der Vollkommen­heit naher zu bringen und es allen denen in die Hände zu liefern, die eS bisher, wegen allzu hohen Preises der ersten Ausgabe sich nicht anschaffen konnten 1 - Ich bin entschlossen dieses zu thun: Ich werbe zur nächsten Leip­ziger Ostermeffe eine neue Ausgabe liefern. Ich werde die Erinnerungen meiner Freunde sowohl a ls meiner Feinde benutzen und Fehler,die ich erkenne, verbessern. Ich werde alles, was bey der ersten Ausgabe beleidiget hat, so viel es nur ohne der Wahrheit und Deutlichkeit etwas zu vergeben-, ge­schehen kann, hinausschaffen. Kurz, ich werde diese Arbeit zur Zufti-den- heil meinet Freunde und zur Bestwftigung meiner Gegner zu vervollkom n«i

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