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Giesser Wochenblatt.

Zwei) und Vierzigstes Stück.

Dienstags den if. Octobr. 177^»

" Mit Hochfürstl. Hessen Darinstädtrschcr g,räc>igi?er Grlaubniß.

fAus dem beliebten kcipjiger Jntellicnj-Blatt.)

Von der guten Wartung des Mostes.

Wissenschaft, den Landwein bcy derMostzeit zu erhöhen und jU otn sorgsältiger Reinigung und Zubereitung der Fässer, da­mit der Wem von dir Unsauberkeit derselben keinen bösen Geschmack an» nehme. Wann danncnhero die Fässer mit siedheißem Wasser wohlauS- aebrühet worden, so werben sie zur Herbst- und Mostjett mit einein Schwefeleinschlaq gehörig beschicket, nachdem man vorher die Fässer noch Mil etwas Spiritu vini ausgeschwenket hat.

z) behutsamer Verhinderung der heftigen Nahrung (Brausen) des Mosteö, als wodurch die besten Spiritus mit fortgehen. Wenn demnach der süße Most auf die zubereireten Fässer gesullek wird, so muffen die Fässer, nachdem sie groß sind, auf eine gute Spanne hoch leer gelas­sen werden, und nimmt man hernach von eben dem Most eine gewisse Quantität, nämlich auf einen Eymer 4 Kannen, siedet so chen woh^ schäumet die Unsauberkeit ab, und gießet solchen hechqesoklenen Most u dem andern wieder in daß Faß, zapfet unten welchen heraus, und giesset ihn oben wieder hinein, damit der heiße Mit dem andern sich desto besser vermenge. Ferner wenn der heiße Most hinem ist, so gießet man sogleich darauf einen guten hoch rectificirten Weinbrandwe.n darju, auf einen Eymer ungefähr ein Schoppen. Diese deyden Stucke, nämlich der ver- sottene Most und der Spiritus vini, verhindern die geschwinde und starke Gährung, und geben folglich dem neuen Weine eine Annehmlichkrtt Md mehrere Stärke. Will man in^em verlotteren Most von span,^