Ausgabe 
3.9.1776
 
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Giesser Wochenblatt.

IV

Sechs und Dreißigstes Stück.

Dl'cristags den Sepe. 1776.

Mlt Hochfürstl. Hessen Lannsraouschcr gnavuisier £ rinnt nifi.

Herrn Thomas Lobrede auf Marc. Aurel. aus dem Französis. 8v Carlöruhe 1776. 15 kr.

kleine Schrift verdient in Teutschland den nämlichen Beyfall zu J erhalten, mir welchem sie in Frankreich ausgenommen worden Der Plan zu dieser Rede ist neu und wohl gewählt. Vielleicht hat die feine Rede des Antonius in dem Julius Casar vom Shakelpeak dem französischen Redner die erste Idee dazu gegeben. Der Innhalt der- selben ist das liebenswürdige Bild eines Fürsten, der von früher Jugend an, jede seiner großen Pstichtm eifrig aufsuchte, und der selbst auf dem Thron mitten unter allen verführerischen Reizungen das ausübt, was ek als Psticht erkannt hatte, und der keine andre Zufriedenheit und Glückse­ligkeit suchte, als nur diese, seine Völker groß und glücklich zu machen. Dieses Bild ist von dem Redner, von dem wir schon längst nur Meistek- Jfache zu lesen gewohnt sind, mit aller Wahrheit und edler Einfalt in dem chicklichsten Colorit ausgemahlt.

Da das Publikum seit der errichteten neuen Kurkölnischen Classea und Renthen-Lotterie, sich noch immer die Planen der hiesig vorheri­gen Lotterie gefallen last, und in derer Wiedereinführung sowohl von den ehemaligen Collektoren, als von den Liebhabern srlbsten öfters angesucht wird, so hat die Generaladministration besagter Lotterien, in Gemäßheit des bereits ausgebreiteten Plans eine Classen- Lotterie, die an sich alleine alle Vorzüge der vorherigen darbietet, abermal eröfnet. Dieselbe bestehet aus 6. Ziehungen, die richtig von Monat zu Monat, die iste nämlich den sten Oct-der, und so fort die folgenden den sten jedes Monats nach einander N n gezo-