Wochenblatt
mönd in demselden, wird sich einfinden Donnerstags den 4. April, um 9 Uhr Vormittag, der Catholicken cyclischer Ostervollmond, komt ebenfals auf diesen Donnerstag den 4 April. Weil nun diese beyde Vollmonde consentiren, so werden auch beyde Osterfeste, nemlich der Protestanten und Catholicken auf einen Sonntag, nemlich den 7 Zlprsl, welches der nächste Sonntag nach dem Vollmond ist, celebriret und gneyerk werden. Den hebräischen Calender auf dieß Jahr 1776. betreffend, so zehlen die Juden in demselben das 5556. Jahr von Erschaffung der Welt, und ist dasselbe ein groß gemein Jahr von zfs. Tagen , dessen Schaltcireel 7. Sein Molad Tifri roiTD sein, feriae 2. hora 3. Helakim 1. und wird sich ansangen im vorgehenden, nemlich gegenwärtig lauffenden Jahr 1775» an einem Montag den 2$. Semtember, der Juden Pascha ist der 15. Ni (an solcher wird im künftigen Jahr 1776. auf eben den Tgg der Vollmonde eintreffen , nemlich Donnerstags den 4 April, macht also hier f feine Hiu- , derung noch Irrung, weder den Protestanten noch Catholicken.
Bey diesem Gegenstand bleibt eine richtige Berechnung deS Oster- Vollmonds allemal der Schlüssel, wer aber einer solchen Berechnung nicht gewachsen ist, der wird eben so weit kommen , als wenn man die Pforte ohne Schlüssel eröfnen wokre. Wer von einer astronomischen Rechnung keinen wahren Gebrauch machen kann, die dahin einschlagende Schritten Vicht reckt verstehet, sondern blindlings in Fußstapfen tritt, kann ehender verführen als unterrichten, ehender von der Warheit entfernen als h<r Warheit ttahekn , wie im roten Stück dieser Blätter bereits durch ein Beyspiel'einea großen Verstoßes in der Berechnung, welche der Verfasser des Hinkendenbottencalenders dieses Jahr begangen, gezeigt worden.
Veitsberg den r^ten Aprstj
1 7 7 f. 3* <£♦ Iustrrs.
Anecdoten und Charakter x>ott Wilhelm Robertson.
Doctor Robertson ist der Sohn eines Geistlichen von der Sckott- ländischen Kirche, und studirte auf der Universität zu Edimburg, in der Absicht, sich auch dem geistlichen Stande zu widmen. Er war auch so glücklich, daß ihm bald eine Pfarre in Ost- Lothian anvertrauet wurde.
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