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then; so er dasselbe für jedermann sorgfältig verborgen, legte eine kleine Handlung an, unD führte sich mit so vieler ZUuah ir auf, daß es schien, als wenn sich sein Vermögen jedes Jghrblcß durch das Glück seiner Handlung vergrößerte. Er erwarb sich gar bald die Hochachtung der Stadt, und in der Folg.! sah man seine Reichthürncr als < die Frucht seines Fleißes und als die Belohnung seiner Tugend an.
Zt'rforrh machte sich diese gute Meinung, welche man von ihm hatte , zu Nutze. Er bekam aus einer sehr ansehnlichen Familie eine grau, und wurde endlich-die ob rite Magistlatsperfon in derjenigen Stadt V in welcher er sich niedergelassen hatte. Er verwaltete dieses Amt auf die lobens- würdigste Art, wodurch sein Ansehen noch größer wurde.
Eines Laaes brachte man vor feinen Nichterstuhl einen Bedienten, welcher angeklagt wurde, daß er seinen Herrn ermordet hätte. Das Verbrechen war offenbar; der Angeklagte gestund es; die Richter, welche Frtforrhs Beysitzer waren, batten ihre Meinung gesagt; nun kam es auf den Präsidenten Freforeh an, das Urtheil. zu sprechen. Dieser schien ausserordentlich unruhige sem Gesicht ward bald blaß, bald roth. Endlich stand er jäh- ling von seinemWjtze auf, stieg von dem Richterstuhle herunter, und stellte sich neben den.Verbrecher, den erzürn Tode verurtheilen sollte.
„ Hier sehen oie," sagte er zu dem Magistrat, ein erschreckliches Bey- „ spiel von der Gerechtigkeit des Himmels. Sie st llt Ihnen jetzt nach ,, dreyßig Jahren einen Menschen dar, der noch viel-strafbarer i|u alS „ derjenige, welchen man heute vor sie gebracht hat."
Die Richter, welche über diese Rede erstaunten, schwiegen still. Lr'e- fortb bekannte sein V rbrechen nach allen Umständen, und erzählte ihnen ausführlich diejenigen Mittel, deren er sich bedient hätte, um dasselbe vor jedermann verborgen zu baltm
„ Ich habe es bis jetzt," fuhr er fort, „unter der Maske der Tu- „ gend versteckt. Ick hoffe, es wurde ewig unbekannt bleiben. Allein so n bald dieser unglückliche Gefangene vor unfcrm Richterstuhle er chicn , so ii stellte sich dasselbe meiner Einbildungskraft wieder mit s iner ganzen Ab- „ scheullchkeit dar. Es war mir nicht möglich einen Unglücklichen zu verur- „ theilen, der weniger strafbar ist, als ich. Es übeipd mich ein enkfttzli- ii eher Schauer. Ich stieg daher von dem Sftze herunter, dessen ich un- ii würdig bin, und nun verlange ich nichts weiter, als die Strafe, wel, ii che ich verdienet habe. Vor dem Wesen, welchem nichts verborgen ist, ii vor dem strafenden Gott, dem einzigen Zeugen meines Verbrechens, vor


